Frei von falscher Bescheidenheit

Anton Kramer (Zweiter von links) erhielt die Ehrenurkunde für 50 Jahre CSU-Mitgliedschaft: Überreicht wurde sie von CSU-Kreisvorsitzendem Harald Schwartz, Bezirksrat Martin Preuß (Zweiter von rechts) und Hohenburgs stellvertretendem Bürgermeister Manfred Braun (rechts). Bild: hfz
Lokales
Kümmersbruck
10.04.2015
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Strotzend vor Selbstbewusstsein beschließt die CSU ihren Politischen März: "Wir sind der erfolgreichste Kreisverband in der Oberpfalz."

Es oblag dem Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Harald Schwartz, dieses Resümee zu ziehen. "Wir haben in unseren Ortsverbänden, Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreisen 58 Veranstaltungen durchgeführt", bilanzierte er die vergangenen Wochen. Die Feststellung, nun an der Spitze der Oberpfalz zu stehen, stützte Schwartz laut Pressemitteilung auf eine Reihe von Faktoren.

Demnach habe es in keiner Parteiuntergliederung Schwierigkeiten gegeben, "eine schlagkräftige Vorstandschaft zusammenzustellen". Weiter: "Wir sind damit die einzige Partei, die flächendeckend im Landkreis präsent ist. Diese erfolgreiche Arbeit ist der Grund, warum wir als CSU Amberg-Sulzbach seit drei Jahren steigende Mitgliederzahlen haben."

Neue Stärke

Wohl nicht von ungefähr zogen die Christsozialen diese Bilanz in Kümmersbruck, wo sie mit Roland Strehl zum ersten Mal einen Bürgermeister stellen. Der dortige neue CSU-Vorsitzende Stefan Roggenhofer unterstrich in diesem Zusammenhang, dass es sehr wichtig gewesen sei, zugleich im Gemeinderat eine Mehrheit von einer Stimme erreicht zu haben. Das sei jedoch kein Selbstzweck. Vielmehr arbeite die CSU stets darauf hin, einen fraktionsübergreifenden Konsens zu erzielen. Das sei allerdings nicht immer ganz einfach.

Unnötige Aufregung

Martin Preuß, Bezirksrat und Bürgermeister in Amberg, drückte die Zuversicht aus, die militärhistorische Sammlung, die in der zur Schließung anstehenden Leopold-Kaserne beheimatet ist, erhalten zu können: "Wir werden einen Weg finden." Mit Unverständnis reagierte Preuß auf die von der SPD verbreitete Nachricht, das Dienstleistungszentrum der Bundeswehr sei gefährdet. "Grundlos" seien die 630 Beschäftigten dieser Dienststelle - davon 160 in Kümmersbruck und Amberg - verunsichert worden. "Sich dann womöglich auch noch als Retter für etwas feiern lassen, das nie zur Disposition gestanden hat", bezeichnete der Amberger CSU-Kreisvorsitzende als "ziemlich unverfroren".

Das starke Bayern

Positive Zahlen hatte Preuß aus dem Bezirkstag mitgebracht. Bei geordneten Finanzen und einem stabilen Hebesatz von 18,5 Prozent würden allein heuer fast 340 Millionen Euro für den Sozialbereich zur Verfügung stehen. Ein nicht unerheblicher Teil davon fließe nach Amberg und in den Landkreis. Als Landtagsabgeordneter zeichnete Schwartz das Bild eines starken Bayern. Eine Umfrage attestiere dem Freistaat, das beliebteste Bundesland zu sein. "Das kommt daher, dass wir unsere Kultur leben und fördern, unsere Schwachen stützen und sozial bestens aufgestellt sind. All das ist wiederum jedoch nur möglich, weil wir wirtschaftlich das stärkste Bundesland sind. Daher stört es mich, wenn wir nur mehr über gerechte Verteilung sprechen, nicht mehr über Verdienen und Fleiß", stellte Schwartz heraus. Als Entlastung der Kommunen kündigte er für 2016 neue Förderrichtlinien für Abwasseranlagen an.

Lange auch aktiv

Zum Abschluss der Veranstaltung überreichten Schwartz, Preuß und der stellvertretende Hohenburger Bürgermeister Manfred Braun an Anton Kramer (Hohenburg) eine Auszeichnung der Partei. Er ist seit 50 Jahren CSU-Mitglied und brachte sich 27 Jahre als Ortsvorsitzender in die Kommunalpolitik ein.
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