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Lokales
Kümmersbruck
07.02.2015
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Das Buch wurde schon oft todgesagt. Alles nur Panikmache? Die Kümmersbrucker Gemeindebücherei legt Zahlen vor, die Bibliotheken keine schlechte Zukunft bescheinigt.

2014 war demnach erneut ein Jahr des Wachstums. Die Zahl eingetragenen Nutzer stieg auf 1064 (Vorjahr 776) und mittlerweile 63 230 Ausleihen lassen sich auch sehen. Nur um Bücher geht es aber in der Gemeindebibliothek schon seit Jahren nicht mehr. Der Bestand stellt sich als vielfältige Medienwelt dar.

Die Zugpferde

In der Hauptsache sind es zwar nach wie vor Bücher, aber CDs, Filme, Zeitschriften und Konsolenspiele übernehmen eine immer bedeutendere Rolle. Laut Monika Fuchs-Fechtner, die zusammen mit Gabi Pilz und Margit Frost die Bibliothek betreut, hat es im vergangenen Jahr 194 Neuanmeldungen gegeben. Von den fast 63 300 Entleihungen stellen den Löwenanteil (rund 27 000) kindgerechte Medien wie Anfängerlesebücher, Abenteuergeschichten oder Kindersachbücher. Natürlich profitiert die Bücherei auch von der Grund- und Mittelschule im gleichen Haus. 11 000 Mal wurden Romane ausgeliehen, in den Charts sind die Krimis, Liebesromane und Historische Literatur ganz oben angesiedelt. Auch das bestehende Zeitschriftenangebot wurde erweitert und von den Lesern gut angenommen. Von A wie Alpin bis W wie Wohnen und Garten ist die Palette gestreut. Im Non-Book-Bestand (nicht-Buch-Bereich wie CDs, DVDs, Konsolenspiele) wurden rund 19 000 Entleihungen verbucht. Laut Fuchs-Fechtner gehören ausgesuchte Konsolenspiele heute zur Grundausstattung einer zeitgemäßen Bibliothek. Sie sind ein fester Bestandteil der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen.

Nur noch digital

Seit dem vergangenen Sommer verfügt die Bücherei auch über sogenannte e-Medien. Über den Verbund enio24 können digitale Medien wie eBooks, -Papers und -Audios (e steht für elektronisch) jederzeit via Internet-Verbindung bezogen werden. Die Bibliothek stellt ihrerseits öffentliche Internet-Zugänge zur Verfügung. Allerdings werden sie nicht allzu häufig in Anspruch genommen. Vermutlich, weil es Zuhause bequemer ist und fast jeder Haushalt vernetzt ist.

Vielfältige Veranstaltungen in der Bibliothek, die auch über eine eigene Caféteria verfügt, gehören mittlerweile ebenso zum festen Angebot. Die nächste steht schon für Dienstag, 10. Februar, an. Kindern (drei bis sechs Jahre) wird von 15 bis 16 Uhr eine Faschingsstunde geboten. Es herrscht Masken- und Kostümzwang. Geöffnet ist die Kümmersbrucker Bücherei mittwochs von 8 bis 10 Uhr, an Dienstagen und Donnerstagen jeweils von 15 bis 18 Uhr.
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