Geldsorgen sehen anders aus

Ambergs Stadtkämmerer Franz Mertel (Zweiter von links) ist auch für den Haushalt des Abwasser-Zweckverbandes zusammen mit Kümmersbruck und Freudenberg zuständig. Sein Etatentwurf 2015 passierte ohne Gegenstimme die Verbandsversammlung. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
12.05.2015
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Seit Mitte der 1970er Jahre eint Amberg, Kümmersbruck und Freudenberg ein Zweckverband zur Abwasserbeseitigung. Probleme? Keine. Nicht einmal finanzielle.

Da lässt sich gut wirtschaften. Ambergs Stadtkämmerer Franz Mertel, der den Haushalt für den Zweckverband verwaltet, spricht von einer "soliden Basis" und verleiht dem Entwurf für das laufende Jahr das Gütesiegel "zukunftsorientiert". Die Sitzung zur Verabschiedung des Zahlenwerks fand im Kümmersbrucker Rathaus statt, da der dortige Bürgermeister Roland Strehl (CSU) derzeit auch den Verbandsvorsitz innehat.

Hohe Investitionsquote

Einstimmig passierten der Haushaltsentwurf 2015 und die Finanzplanung bis 2018 das Gremium. Detailliert hatte zuvor Mertel die einzelnen Daten vorgetragen. Sie summieren sich auf ein Gesamtvolumen von 4,22 Millionen Euro. Das sind 7,3 Prozent oder 287 300 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Der Verwaltungshaushalt wird auf 2,71 Millionen Euro (plus 0,9 Prozent oder 24 000 Euro) beziffert, die Vermögensseite beläuft sich auf 1,51 Millionen Euro (plus 21,1 Prozent oder 263 300 Euro). Dieser Haushaltsposten beschreibt im Wesentlichen das geplante Investitionsvolumen. Allein für Baumaßnahmen sind heuer 1,47 Millionen Euro veranschlagt.

Der Verwaltungsetat deckt hauptsächlich die laufenden Kosten ab. Der sogenannte sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand wird mit 1,82 Millionen Euro beziffert. Das sind 68 Prozent des Gesamtvolumens. Für das Personal sind 840 000 Euro veranschlagt. Die Einnahmen des Verwaltungsetats werden weitestgehend über eine Betriebskostenumlage bestritten.

Amberg größter Zahler

Sie bringt heuer 2,33 Millionen Euro ein. Mit 85 Prozent dieser Summe ist Amberg der größte Zahler (Kümmersbruck 315 000 Euro, Freudenberg 34 000 Euro). In den Verwaltungshaushalt fließen zudem auf der Einnahmeseite Zuweisungen und Zuschüsse ein. In der aktuellen Etatplanung belaufen sie sich auf 1,13 Millionen Euro, das sind 26,8 Prozent.

Bei der Finanzplanung bis 2018 bleibt nach der Einschätzungen des Kämmerers das relativ hohe Investitionsniveau des Zweckverbandes erhalten. Für 2016 hat Mertel auch schon eine konkrete Zahl parat. Dann sollen 1,14 Millionen Euro verbaut werden.
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