Gelungen oder doch nur blöd?

"Gut im Zeitplan" liegen Sanierung und Erweiterung des Hallenbades in Kümmersbruck, ließ Bürgermeister Roland Strehl am Dienstag den Gemeinderat wissen. Damit könne man den angepeilten Wiedereröffnungs-Termin zu Beginn des Schuljahres 2015/16 einhalten. Bild: Steinbacher
Lokales
Kümmersbruck
29.01.2015
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"KA2": Bürgermeister Roland Strehl fand's "gelungen", SPD-Rätin Veronika Frenzel nannte den Vorschlag zuerst "albern", dann gar "blöd". Dazwischen war im Kümmersbrucker Gemeinderat am Dienstag viel Platz für eine Debatte um einen neuen Namen fürs örtliche Hallenbad.

Die Freizeitstätte wird derzeit von Grund auf saniert - und, durch einen nachträglichen Beschluss der neuen CSU-Mehrheit, um ein zweites Becken erweitert. Ein neues Bad, das auch neue Besuchergruppen ansprechen soll, müsse gut vermarktet werden, meint Bürgermeister Strehl: Und dazu brauche man auch einen griffigen Namen. Eine Marke eben.

Deshalb hatte man vor eineinhalb Jahren schon einmal um Vorschläge gebeten. Tatsächlich seien einige eingegangen, etwa von CSU, Wasserwacht und dem zuständigen Architekten Heinrich Benker. "Nur die SPD hat sich damals auffällig zurückgehalten", merkte Strehl an.

Diese bestehende Liste wurde jetzt noch durch eine neue Idee aus der Verwaltung ergänzt, für die Strehl am Dienstagabend im Gemeinderat warb: "KA2", ausgesprochen als "Kah-zwei". Und ganz bewusst abgekürzt. Denn das geschehe mit solchen Namen ohnehin, erläuterte Strehl - etwa beim Amberger Kurfürstenbad, das praktisch niemand so nenne, sondern das als Kufü in aller Munde sei. Dies wünscht sich der Gemeindechef auch für das Kümmersbrucker Aktivbad. Dieser Name bekommt in der Abkürzung mit der Zahl 2 noch einen Hinweis auf das neue, zweite Becken dazu, das vor allem für modernen Wassersport wie Aquajogging oder -gymnastik genutzt werden soll.

"Kümmersbrucker Aktivbad, das zeigt, wo's ist und in welcher Nische wir uns bewegen", betonte Strehl: "Ich find's eine gelungene Namensgebung", bilanzierte er - und gab damit den Startschuss für eine kontrovers geführte Diskussion. Doch die kam auf keinen gemeinsamen Nenner. Der Bürgermeister nahm das Thema am Ende wieder von der Tagesordnung. Die Entscheidung wurde vertagt, verbunden mit Strehls Appell, "dass jeder nochmal in sich geht", damit "wir eine gemeinsame Lösung finden". (Angemerkt)
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