Gemeinde-Stodl bleibt Thema

Lokales
Kümmersbruck
25.09.2015
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Es ist ein langgehegter Wunsch in Moos: ein Treffpunkt für alle. Die Umsetzung begann bescheiden, mit der Idee eines Gemeinde-Stodls. Doch der ist inzwischen gewachsen - zu einem Dorfgemeinschaftshaus.

"Es ist der Wunsch der Dorfgemeinschaft auf einen gemeinsamen Treffpunkt und Unterkunft", erläuterte Bürgermeister Roland Strehl am Dienstag in der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause. Dieses Projekt hatte relativ bescheidene Anfänge: Eine entsprechende Bauvoranfrage wurde schon positiv entschieden, jetzt hatten die Fraktionen die aktuellen Entwurfsvorlagen auf dem Tisch. Auch ein Baugenehmigungsbescheid liegt inzwischen vor. Der Gemeinderat sollte nun beschließen, die Bauträgerschaft für dieses Projekt zu übernehmen.

Der sogenannte Gemeinde-Stodl soll nach seiner Errichtung an die Dorfgemeinschaft verpachtet werden. "Heute soll entschieden werden, wie wir weitermachen", betonte Roland Strehl. Unter anderem gehe es darum, einen Antrag zur Leader-Förderung zu stellen - für einen Gemeinde-Stodl, der sich nach den Plänen zu einem veritablen Gemeindehaus entwickeln würde.

An einen Aufenthaltsraum als Treffpunkt für bis zu 25 Personen ist gedacht, an einen Mehrzweckraum (bis zu 70 Personen) für größere Veranstaltungen, mit einem Lager, dazu eine Festwiese, Heizung und entsprechende Anschlüsse. SPD-Sprecher Manfred Moser wies "vom Grundsatz her" darauf hin, dass die Gemeinde die Bauträgerschaft übernehmen könnte und die Dorfgemeinschaft das Haus nutzt. Die fundamentale Frage sei nur: Ob die Moosacher bei letztlich wohl rund 300 000 Euro Bausumme auch die Folgelasten tragen können? Da kämen "hohe monatliche Kosten auf die Dorfgemeinschaft zu", betonte Moser. Bei einer solchen Summe müsse man schon noch einmal genauer über das Vorhaben sprechen.

Das fand auch Bürgermeister Strehl: "Wir müssen da nochmals reden, vielleicht kann man ja günstiger bauen". Josef Flierl (SPD) war der Ansicht, es müsse Klartext gesprochen werden - auch im Hinblick auf andere Vereine. CSU-Fraktionssprecher Markus Graf unterstrich, "dass wir das Projekt auf jeden Fall auf den Weg bringen wollen". Bei einem Förderantrag sei die "Eigenleistung des Dorfvereins mit einzubeziehen".

Fazit der Sitzung: Es besteht noch weiterer Diskussionsbedarf. Deshalb einigte sich das Gremium darauf, das Bauvorhaben zurückzustellen.
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