Gemeinde übergibt neun Ehrenamtlichen Ausweise - Weitere Helfer werden gesucht
Spielplatzpaten: Jetzt offiziell

Ganz offiziell in Dienst gestellt wurden die Kümmersbrucker Spielplatzpaten von Vertretern der Gemeinde (von links) Wolfgang Roggenhofer, 2. Bürgermeisterin Birgit-Singer-Grimm, Günther Krella, Johann Graf, Bürgermeister Roland Strehl, Florian Fischer, Barbara Schlaffer, Ines Pechtl, Helga Rudelt, Hubert Blödt, Klaudia Meindl, Michael Pollok und Oliver Endres. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
13.07.2015
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Sie sind keine Aufseher, Kontrolleure oder Verwalter - sie sehen einfach mal nach dem Rechten, die Paten für die 16 Spielplätze im Gemeindegebiet. Jetzt tun sie das amtlich legitimiert: Bürgermeister Roland Strehl, seine Vertreter Birgit Singer-Grimm und Hubert Blödt sowie Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer und Michael Pollok vom zuständigen Bauamt haben neun Spielplatzpaten offiziell in Dienst gestellt - mit Ausweis.

Noch acht Plätze ohne

Sieben Spielplätze suchen noch einen Paten. Die sollten sich auch noch finden, glaubt man im Rathaus. Die Gemeinde hat eine Satzung "über die Benutzung der Kinderspielanlagen", wie das im Amtsdeutsch heißt. Darin ist praktisch alles geregelt, von den Nutzungszeiten bis hin zu Verboten. Und sogar strafbewehrt: Die Gemeinde kann ein Bußgeld bis zu 2500 Euro gegen Zuwiderhandlungen verhängen. Zwar kontrolliert der Bauhof die Sicherheit der Geräte, doch in punkto Sauberkeit liegt manches im Argen, obwohl die Satzung "Ordnung, Reinlichkeit und gesittetes Benehmen" verlangt.

Darauf werden die Paten nun unter anderem ein Auge werfen - und wenn es sein muss, die Gemeinde verständigen oder auch mal selbst Hand anlegen. Unentgeltlich und ehrenamtlich machen sie das, als Mittler zwischen Spielplatz und Gemeinde. "Wenn nötig, können Sie durchaus mal Personen ansprechen, die sich nicht an die Regeln halten", ermunterte Roland Strehl die Ehrenamtlichen. "Mutter der Spielplatzpaten" ist 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm, die sich vor gut einem Jahr gedacht hatte, dass auch in Kümmersbruck funktionieren könnte, was in Amberg schon gut läuft. Zunächst ist die Amtszeit der Paten auf drei Jahre angelegt.

Ein Risiko bleibt immer

Die Ausstattung der Spielplätze ist laut Strehl gut und wird nach Bedarf renoviert. Kürzlich hat sich auf einem der Gelände ein Kleinkind den Arm gebrochen: "So ein Risiko bleibt immer und auch überall", betonte Strehl, die Gemeinde hafte nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Ansonsten gelte: "Benutzung auf eigene Gefahr." Man sollte die Holzbänke der Spielplätze im Winter im Bauhof lagern, schlug Johann Graf vor, Klaudia Meindl vom Kindergarten Arche Noah wies auf giftige Beeren und Bärenklau als Gefahren im Bereich von Spielplätzen hin.
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