Glaube heißt auch danken

Lokales
Kümmersbruck
16.12.2014
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Die katholische Pfarrgemeinde feiert ihren Jahresgottesdienst. Völlig unspektakulär steht der Alltag im Mittelpunkt.

In Konzelebration mit Pfarrer Wolfgang Bauer, Kaplan Christian Fleischmann und Prälat Dr. Wilhelm Meiler sowie mit Gemeindereferentin Elisabeth Harlander wurde am Samstagmorgen der Jahresgottesdienst als Rorate im Pfarrsaal gefeiert. Sie solle als umfassende "Dankadresse" verstanden werden, unterstrich Bauer als Hauptzelebrant.

"Wie vielen Menschen haben wir zu danken, wie viel haben wir ihnen zu verdanken?", fragte der Pfarrer in die Runde der Gläubigen hinein. Es gehe um die Sorge der Mütter, die Verantwortung der Väter. Es gehe darum, wer in der Familie oder Partnerschaften koche, wasche, putze oder die Haus- sowie Gartenarbeit verrichte, wer sich um einen bei Krankheit sorge oder jederzeit ein aufmunterndes Wort parat habe.

"Danken ist sehr wichtig", stellte Bauer in seiner Roratepredigt auch für die vielen Ehrenamtlichen der Pfarrei St. Antonius/St. Wolfgang, fest. Mehr als 50 waren gekommen, darunter auch die hauptamtlichen Erzieherinnen der Kinderbetreuungseinrichtungen.

Der Pfarrer sprach aber auch gezielt die aktiven Gemeindemitglieder an, die etwa für Blumenschmuck am Altar oder die Vorbereitung von Familiengottesdiensten sorgen. Er schloss den Kirchenpfleger und die Kirchenverwaltung mit ein, und natürlich auch den Pfarrgemeinderat, der gleichfalls im kirchlichen Leben eine wichtige Rolle spiele. Nicht unerwähnt ließ Bauer auch die Mitglieder der Kirchenchöre, die Kantoren, Lektoren und Ruhestandsgeistlichen Dr. Wilhelm Meiler, die Mesner und Ministranten.

Dank gebühre ebenso den Verantwortlichen in der Jugend- sowie Seniorenarbeit oder den im Eine-Welt-Laden Engagierten sowie Mitgliedern kirchlicher und kirchennaher Vereine. Nichts von alledem sei eine Selbstverständlichkeit, und immer mehr rücke wieder ins Bewusstsein, "es ist ein Geschenk, wenn Menschen wohlwollend miteinander umgehen". Denn "Dank tut dem anderen gut". Der Begriff, so der Prediger, komme in der Bibel 203 Mal vor, das Wort Lob sogar 368 Mal.

Doch letztlich sei auch die Liebe Gottes keine Selbstverständlichkeit, zitierte Bauer abschließend Albert Schweitzer: "Gott braucht auch unseren Dank, er lebt davon." Nach dem Gottesdienst setzten sich viele Besucher der Rorate noch zu Gesprächen im Pfarrheim zusammen.
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