Grüß Gott, Wolferl und Nannerl

Lokales
Kümmersbruck
25.07.2015
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Besondere Besucher schauten in der Grundschule Kümmersbruck vorbei: Wolferl und Nannerl Mozart höchstpersönlich gaben ein Konzert.

In Originalkostümen aus der Zeit Mozarts traten die beiden Musikerzieher des Max-Reger-Gymnasiums, Maria Anna Feldmeier-Zeidler und Wolfgang Herrneder, vor den 320 Kindern und dem Kollegium der Grundschule auf. Wie Rektorin Eva Hampel erklärte, sei ein Liveauftritt von Musikern im Lehrplan der Grundschule festgeschrieben, damit die Kinder Musik und Musikmachen hautnah erleben könnten.

Zudem sei man als "musikalische Grundschule" bemüht, den Musikunterricht besonders zu gestalten. Maria Anna Feldmeier-Zeidler führte kindgerecht durch das Programm, das die verschiedenen Schaffensepochen Mozarts aufzeigte. Schon die ersten Stücke, im Alter zwischen sieben und zehn Jahren komponiert, ließen die Schüler aufhorchen. Anekdoten und kleine Rätsel brachten Information. So erfuhr man, dass das Wunderkind Wolfgang und seine ältere Schwester Nannerl mit ihrem Vater Leopold jahrelang auf Reisen durch ganz Europa waren, um Konzerte zu geben und dass das Reisen seinerzeit keineswegs besonders angenehm war, was Wolfgang in vielen seiner Briefe aufschrieb. Ob kleines Menuett oder Violinkonzert, die beiden Musiker bestachen durch Können und Ausdrucksstärke. Die Kinder lernten, dass ein Mann namens Ludwig von Köchel alle Werke Mozarts zusammengestellt und nummeriert hat, so dass man unter der Abkürzung KV für Köchel-Verzeichnis jede Komposition Mozarts chronologisch geordnet finden kann. Die kleine Nachtmusik, eine Serenade aus dem Jahr 1787, animierte viele der Zuhörer schon zum leisen Mitsummen. Beim Lied des Papageno aus der Oper "Die Zauberflöte", entstanden 1791 im letzten Lebensjahr Mozarts, durften alle kräftig mitsingen. Erst ganz am Schluss gaben die beiden den Kindern ihre wahre Identität als Musiklehrer aus der heutigen Zeit preis.
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