Hauptausschuss fördert Anschaffung von Wildwarnreflektoren durch Jagdgenossen
Weil's der Sicherheit dient

Lokales
Kümmersbruck
20.06.2015
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Am Ende hat sich der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig darauf geeinigt, der Jagdgenossenschaft Köfering einen Zuschuss von 112,50 Euro zu gewähren. Aber so ohne Weiteres ging das nicht über die Bühne.

Vorsitzender Helmut Graf hatte für die Jagdgenossen bei der Gemeinde einen Antrag auf Kostenbeteiligung gestellt. Der Revierpächter der Jagdbögen Lengenfeld und Köfering hatte im Februar dieses Jahres an der Penkhofer-, Vilstal- (St 2165) sowie an der Köferinger und Haager Straße insgesamt 150 Wildwarnreflektoren aufgestellt. Die Kosten von 750 Euro hat die Jagdgenossenschaft übernommen. Diese Aktion sei aktiver Tierschutz, komme aber auch allen Verkehrsteilnehmern in Kümmersbruck zugute - schließlich werde dadurch die Wildunfallrate um 80 Prozent gesenkt: So begründeten die Jagdgenossen ihren Zuschussantrag.

Bürgermeister Roland Strehl wies in der Sitzung darauf hin, dass solche Tierschutz-Aktionen zunächst einmal Aufgabe des Jagdpächters seien. Die Verkehrssicherheit sei aber auch im Sinne der Gemeinde, "dafür sollten wir alles tun".

Für die genannten Straßen seien grundsätzlich Kreis und Stadt verantwortlich - und nicht Kümmersbruck. Das stellte SPD-Sprecher Manfred Moser klar. Im Übrigen sollte die Investition mit dem Pachtschilling abgegolten sein. Der dürfe aber nur für den Wegebau verwendet werden, entgegnete der Bürgermeister.

Josef Flierl (SPD) sah "nicht die Notwendigkeit, dass sich die Gemeinde an den Kosten beteiligt", denn die Straßen hätten überörtlichen Charakter und lägen folglich nicht im Aufgabenbereich der Kommune. Josef Vogl (CSU) teilt diese Ansicht nicht. Wenn's um solche Beträge gehe, sollte man nicht kleinlich sein, lautete seine Meinung. "Wenn's wirklich 80 Prozent weniger Unfälle sind" durch die Reflektoren, "dann sollten wir uns beteiligen", sagte Johann Graf (CSU). Belastbare Zahlen dafür aber gab es nicht.

Um guten Willen zu zeigen, legte sich das Gremium auf einen Zuschuss von 112,50 Euro fest - das sind genau 15 Prozent, die die Gemeinde bei ähnlichen Anträgen von Vereinen üblicherweise gewährt. Die drei Jagdgenossenschaften Köfering, Theuern und Gärmersdorf möglicherweise in die Vereinsförderung der Gemeinde aufzunehmen, war ein Gedanke, den Strehl äußerte. Der lässt sich aber wohl kaum umsetzen, denn die Zielsetzungen der Vereine und der Jagdgenossenschaften seien völlig andere: "Das passt nicht zusammen", betonte Manfred Moser.
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