Hier spielt die Musik

Roswitha Ferstl (links), die Musikkoordinatorin an der Kümmersbrucker Grundschule, und deren Leiterin Eva Hampel nahmen in Siegenburg die Auszeichnung entgegen. Bild: hfz
Lokales
Kümmersbruck
16.07.2015
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Mehr Musik - in mehr Fächern - von mehr Menschen - zu mehr Gelegenheiten: Das sind die vier "Ms", die die Grundschule Kümmersbruck in den vergangenen zwei Jahren gezielt weiterentwickelt hat. Sie darf sich deshalb Musikalische Grundschule nennen und hat diesen Titel samt Zertifikat bei einer Feier in Siegenburg bekommen.

Damit ist sie eine von nur zwei Schulen im ganzen Landkreis. Darüber freut sich Rektorin Eva Hampel mit ihrem Kollegium, das dieses Ziel tatkräftig unterstützt hat und auch in den nächsten drei Jahren konsequent umsetzen soll.

So lange gilt die Zertifizierung, die sowohl vom Bayerischen Kultusministerium und den Regierungen der Oberpfalz und Niederbayerns als auch der Bertelsmann-Stiftung und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vergeben wird.

Die fünf Partner haben 29 Häusern im nordöstlichen Freistaat die Möglichkeit gegeben, sich zur Musikalischen Grundschule zu mausern. Vom Start 2013 bis 2018 ist das ein Entwicklungsprojekt, bei dem Musik eine neue Dynamik im Schul- und Unterrichtsalltag erhalten soll. In Kümmersbruck rannte es offene Türen ein, wie Eva Hampel sagt, die selbst längere Zeit als Musikkoordinatorin tätig war und diese Aufgabe nun an ihre Kollegin Roswitha Ferstl abgegeben hat.

Beide Frauen besuchten nicht nur die nötigen Fortbildungsmodule, sondern sorgten auch in der Praxis für den eingangs zitierten Anspruch der vier "Ms". Das drückt sich in entsprechenden Veranstaltungen wie zuletzt beim landesweiten Aktionstag Musik mit Einbindung aller Vorschulkinder aus fünf Kindergärten aus, aber auch in "normalen" Unterrichtsfächern, wo zum Beispiel musikalische Bewegungs-, Tanz- und Singpausen Einzug gehalten haben.

Talente schärfen

Außerdem nennt die Schulleiterin stolz Auftritte der beiden Musiklehrer des Max-Reger-Gymnasiums, Maria Anna Feldmeier-Zeidler und Wolfgang Herrneder, die verschiedene Instrumente und Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart vorstellten. Nicht zuletzt wird das Thema laut Hampel neben den Schülern auch den Eltern nahegebracht, um ihr Bewusstsein für Musik und das mögliche Talent ihrer Kinder zu schärfen.

Die Rektorin freut sich auch deshalb über den Titel, weil er nach ihren Worten "zum Schulprofil passt". Denn Kümmersbruck ist seit 2007 schon anerkannte Umweltschule und habe nun quasi ein zweites Standbein hinzubekommen, das sogar mit dem Echo-Klassik-Preis ausgezeichnet wurde. Entsprechend würdevoll ist die Übergabe der Zertifikate mit Vertretern aller fünf Projektträger und der 29 Schulen in Siegenburg über die Bühne gegangen. Ministerialrätin Dr. Gisela Stückl vom Kultusministerium und Professor Wolfgang Pfeiffer von der Uni Erlangen-Nürnberg hoben die positiven Auswirkungen des Schulentwicklungsprojekts hervor (Hintergrund).

Engagement gelobt

Die dafür zuständige Landeskoordinatorin Dr. Gudula Ostrop, die gleichzeitig die Bertelsmann-Stiftung vertrat, lobte das Engagement der rund 250 beteiligten Lehrer für ihre insgesamt fast 2700 Grundschüler. Dadurch und mit vielen kreativen Ideen leisteten sie einen wertvollen Beitrag zur individuellen Förderung der Kinder.
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