Innehalten und nachdenken

Lokales
Kümmersbruck
01.12.2014
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Die in ihrer Schlichtheit einladende evangelische Kirche im Martin-Schalling-Haus führt den Besucher zum Wesentlichen hin und lässt die wichtigen Pole Konzentration und Weite, Innehalten und Nachdenken zu. Dazu schafft Musik bei Kerzenschein das richtige Ambiente.

Genau passend zur besonderen Zeit am Ende des Kirchenjahres war die Stimmung bei dem Konzert der Paulanergemeinde. Sie hatte unter der Federführung von Dekanatskantorin Kerstin Schatz zur schon traditionellen Konzertreihe "Musik bei Kerzenschein" eingeladen und durfte sich zusammen mit Pfarrer Bernd Schindler auch heuer wieder einer vollen Kirche mit erwartungsvollen Besuchern erfreuen.

Kerstin Schatz hatte dazu den jungen Oboisten Martin Hörlbacher aus Nürnberg eingeladen, zusammen mit seinen Musikerkollegen Magdalena Büttner (Violine), Klaus Martius (Viola da gamba) und Gottfried Büttner (Cembalo) spielte der hochbegabte Musikstudent Werke barocker Komponisten.

Leicht und perlend

Die Sonate in C-Dur von Johann Christoph Pepusch eröffnete die musikalische Stunde. Hier und in den nachfolgenden Sonaten von Arcangelo Corelli, Gottfried Finger und Johann Sebastian Bach zeigte sich Hörlbachers musikalisches Talent, einhergehend mit brillanter Technik. Leicht und perlend die Töne bei den schnellen Passagen, die langsamen Sätze von warmem, vollem Obenklang getragen.

Anspruchsvolle Sätze

Gottfried Büttner und Klaus Marius im Continuo begleiteten versiert und zuverlässig die anspruchsvollen Sonatensätze. An Hörlbachers Seite glänzte die junge Violistin Magdalena Büttner, sehr sicher setzte sie ihr Instrument als Duettpartnerin zur Oboe ein.

Das junge Ensemble um Martin Hörlbacher hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Musik der eher unbekannten Komponisten des 16. und 17. Jahrhundert zu Gehör zu bringen. So konnten sich die Zuhörer an der Sonate in C-Dur von Gottfried Finger (1660-1730) erfreuen. "Musik bei Kerzenschein" hatte den Geschmack des zahlreichen Publikums wohl getroffen. Das jedenfalls lässt sich aus dem mehrfach spontanen Applaus und dem reichlichen Beifall zum Finale entnehmen, das mit Werken von Arcangelo Corelli und Johann Sebastian Bach zum Ende kam.
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