Jammern auf hohem Niveau

Für ihre Verdienste um den Tennissport verlieh Bezirksvorsitzender Johannes Deppisch (links) die Ehrennadel in Silber und Gold an (von links) Ernst Gumpenberger (TC Kümmrsbruck), Rainer Kaleschke (TSC 93 Kümmersbruck), Werner Schwendner (TC Kümmersbruck), Bernhard Hoppen (SV Altenstadt) und Edgar Finsterle (TC Kümmersbruck). Bild: hfz
Lokales
Kümmersbruck
13.11.2014
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Ein Cover-Girl aus der Oberpfalz, eine erfolgreiche Winterrunde, Street-Tennis - die Herbsttagung des Tennisbezirks bot jede Menge Themen. Ein Flop war auch darunter.

Während die Tennisdamen beim Fed-Cup Finale in Prag um den Titel spielten und den Kürzeren zogen, musste auch der Tennisbezirk Oberpfalz eine kleine Niederlage einstecken - zumindest zahlenmäßig: Denn lediglich 35 Vertreter von 185 Tennisvereinen kamen in die Mehrzweckhalle Kümmersbruck zur Herbsttagung des Bezirks. Doch der Informations- und Erfahrungsaustausch des Bezirkstages lässt sich nicht an dieser Zahl messen - denn dieser stimmte. Bezirksvorsitzender Johannes Deppisch zog ein zufriedenes Fazit unter das Bezirksjahr und stellte fest, "dass der Tennisbezirk Oberpfalz mit seinen Vereinen gut da steht und oftmals auf hohem Niveau gejammert wird."

Als großartigen Erfolg stufte Deppisch die neu angebotene und derzeit laufende Winterrunde ein und gab als neues Ziel "eine flächendeckende Winterrunde ohne weite Fahrten" aus.

Im personellen Bereich setzte der Bezirk sein Bestreben nach ständiger Verbesserung fort. "Respekt und höchstes Lob von allen Seiten" richtete Deppisch an seinen Vorstandskollegen Uwe Dressel im Ressort "GB3 - Vereinsberatung, Ausbildung und Entwicklung". Zudem regte der Bezirksvorsitzende am Beispiel Mittelfrankens eine neue Veranstaltung an: Street-Tennis. Johannes Deppisch schickte auch einen Aufruf an die Vereine, am 29. November am Verbandstag teilzunehmen: "Stimmen Sie mit und lassen Sie sich nicht von Satzungsänderungen überraschen."

Nicht jede Satzungsänderung entpuppte sich als Erfolg: Die Aufwertung der Doppel (3 statt 2 Matchpunkte) brachte lediglich 1 Prozent mehr Spiele ein. Die Fälligkeit von Bußgeld bei Nichteintragung eines Oberschiedsrichters griff aber gut.

Förderung aller Altersgruppen und Leistungssport antreiben - im Sport- sowie dem Jugendbereich gesehen legte der Bezirk gute bis hervorragende Leistungen hin. Dabei stellte Deppisch eine weitere Anerkennung der oberpfälzischen Leistung heraus: "Es ist sehr selten, dass ein Talent aus der Oberpfalz auf dem Cover des bayern tennis zu sehen ist, aber Lena Ruppert vom TC Amberg am Schanzl ist das gelungen."

Neu ist das "Förderkonzept Nordbayern" - ein Stützpunkt, der aus den vier Bezirken Oberpfalz, Unter-, Mittel- und Oberfranken besteht und der Vereinheitlichung und Talentförderung in Nordbayern dienen soll. Diesen Stützpunkt gilt es nun mit Leistungskindern zu füllen. Sehr erfreulich ist der Aufstieg des Damenteams von TC Rot-Blau Regensburg in die Bundesliga - inklusive der Verpflichtung von Angelique Kerber und Julia Görges und künftigem "Welt-Tennis in der Oberpfalz, das der Region gut tun wird."

Danach ging es für die Tagungsteilnehmer in die Seminarräume. Drei Themen und Referenten standen zur Wahl. Und zusätzlich führte Schiedsrichterreferent Sebastian Thaler eine kurzfristig anberaumte OSR-Schulung durch - und das für nur drei Teilnehmer. Der Bezirk ist eben da - egal, wie gering die Beteiligung ist.
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