Josef Schindlbeck (80) erfährt viel Lob für sein ehrenamtliches Engagement
Äußerst soziale Einstellung

Lokales
Kümmersbruck
12.01.2015
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Jedes Jahr werden in Kümmersbruck verdiente Funktionäre geehrt. Und sehr oft stand Josef Schindlbeck auf der Liste, für den die Vereine ein großer Teil seines Lebens sind, wie er selbst sagt. Der umtriebige Mann wurde nun 80 Jahre alt. Das Jubiläum wurde im ASV-Sportheim gefeiert. Bürgermeister Roland Strehl stellte das ehrenamtliche Engagement Schindlbecks heraus, nannte ihn ein Vorbild.

Josef Schindlbeck ist alles andere als ein Einzelgänger und Eigenbrötler: seit 1971 CSU-Mitglied, seit 1975 verantwortlich im Obst- und Gartenbauverein, davon 14 Jahre Kassier, ab 1989 bis heute Vorsitzender. Zudem gehört er dem Haselmühler Siedlerbund an, ist außerdem seit 23 Jahren Obmann der Marianischen Männerkongregation.

Wer Schindlbecks Vita durchgeht, dem ist schnell klar, dass er eine äußerst soziale Einstellung hat. Vielleicht macht ihn ja der Umgang mit den Menschen so fit. Er glaubt aber eher, dass ihm sein großes Gottvertrauen über so manches Übel hinweg geholfen und ihm seine 80 Jahre ermöglicht hat.

Schindlbecks Leben begann in Langquaid bei Kelheim. 1967 beim Bundesgrenzschutz ausgeschieden, ging er 1969 nach Amberg in die Justizvollzugsanstalt. Man hatte dort ausgebildete Sanitäter gesucht, Josef Schindlbeck war einer. Fortan war sein Einsatzgebiet in der JVA-Krankenabteilung. 1995 ging er als Amtsinspektor in Pension. Gebaut hat er 1969 in Haselmühl in der Rektor-Wutz-Straße. 30 Jahre hoffe er schon auf eine Westumfahrung und endlich etwas mehr Ruhe, fügte Schindlbeck hinzu.

Josef Schindlbeck musste auch schwere persönliche Rückstände erleben, in erster Linie 2002 den Tod seiner Frau. Drei erwachsene Kinder sind sein Rückhalt. Josef Schindlbeck ist so etwas wie ein wandelndes Lexikon: Rund 200 Sterbebilder - zwei Schuhkartons voll - hat er akribisch aufgehoben, alle von bekannten Menschen aus der Gemeinde, die irgendwie mit ihm verbandelt waren in 50 Jahren Kümmersbrucker Vereinsleben. Schindlbeck weiß genau, wer wann gestorben ist - kein Register könnte genauer sein. "Die hat mein Vater schon gesammelt", sagt er und setzt so eine Tradition fort.

Auch für sich selbst möchte er noch weitersammeln - Lebensjahre. Voriges Jahr erst hat er eine Südafrika-Tour gemacht und heuer wird er auch nicht ruhen.
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