Juso-Gruppe besucht zwei Flüchtlingsfamilien aus Syrien
Sprachbarriere ein großes Manko

Lokales
Kümmersbruck
13.10.2015
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Die Jugend des SPD-Ortsvereins Haselmühl-Kümmersbruck, die Juso AG, besuchte zwei Flüchtlingsfamilien, die in Kümmersbruck untergebracht sind. Auf diese aufmerksam wurden sie durch einen Hinweis aus deren Nachbarschaft. Ausgerüstet mit Kleidungsstücken und Spielsachen für die Kinder trafen sich die SPD-ler zusammen mit einem Dolmetscher an der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber Amberg.

Beschwerliche Reise

Die beiden Familienväter sind Brüder, erzählten sie. Einer von ihnen war in Syrien als Mathematiklehrer und Programmierer tätig, er spricht auch etwas Englisch. Sein Bruder war Farmer. Vor drei Monaten begann ihre lange, beschwerliche Reise von Nordsyrien nach Deutschland. Diese dauerte 25 Tage.

Vor kurzem haben sie dann ihre Frauen und ihre insgesamt sechs Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren zu sich nachgeholt. Die Familienväter betonten gegenüber den Juso-Mitgliedern, dass sie in Deutschland so selbstständig wie möglich leben möchten. Unterstützung erhalten sie momentan auch von der Familie, in deren Haus sie untergebracht sind. Beide Väter haben jedoch bislang noch keine Aufenthaltsgenehmigung. Außerdem möchten sie gerne Deutsch lernen, sie wissen aber nicht wie. Sie würden sich wünschen, dass Kurse angeboten werden oder jemand einmal die Woche vorbeikommt, um ihnen die Sprache beizubringen.

Alles zu Fuß

Auch sagten sie, dass Fahrten, zum Beispiel mit den Bussen, sehr teuer für sie seien. Im Moment erledigten sie alles, von Einkäufen bis hin zu Arztbesuchen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Da dies sehr anstrengend ist, hofften sie auf die Möglichkeit eines Fahrdienstes.

Essen bekommen die Familien zum Teil über die Amberger Tafel. Ab nächster Woche würden die Kinder den Kindergarten besuchen. Sie wüssten jedoch nicht, an wen sie sich wenden können, wenn es um Einschulung geht oder wenn sie sonstige Hilfe brauchen.

Zum Spielplatz

Die Kinder besuchten mit ihren Vätern und der Juso-Gruppe am Nachmittag noch einen Kinderspielplatz in der Nähe, der ihnen nicht bekannt war. So gelang es, den Kindern am Nachmittag doch noch ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Beim Verabschieden dankten die Flüchtlinge den Jusos für ihren Besuch und ihre Unterstützung.
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