Keine Tempo-30-Zone

Lokales
Kümmersbruck
25.10.2014
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An Anträgen mangelte es in der Bauausschusssitzung nicht. Was einigen Bürgen sicherlich nicht passen wird: Viele lehnten die Räte ab.

Drei Gemeindebürger werden mit dem Ergebnis der Sitzung nicht so richtig einverstanden sein. Aber ihren Antrag positiv zu verabschieden, das halten sowohl Polizei als auch Gemeinde nicht für sinnvoll. Ein Haselmühler wollte, dass auf der Köferinger Straße (Grammerberg Richtung Kreuzung Bayernwerkstraße, Schlossplatz) eine Tempo-30-Zone eingeführt wird. Es werde zu schnell gefahren, so die Begründung.

An dieser Stelle gab es sowohl von polizeilicher Seite als auch von der lokalen Verkehrsüberwachung über eine längere Zeit Messungen. Fazit: Es wird in Anbetracht des Verkehrsaufkommens kaum zu schnell gefahren, die Überschreitungen liegen im Bereich der Toleranzgrenze. "Relativ geringe Verstöße", bilanzierte Bürgermeister Roland Strehl.

Eine Verkehrssschau hatte zusammen mit der Polizei die Gemeinde in Moos organisiert. Ein Verkehrsteilnehmer hatte die Aufstellung eines Verkehrsspiegels, aus Richtung Engelsdorf kommend, bei der Einmündung der Nabburger Straße/Am Wasserschloss als erforderlich angesehen. Nicht so Polizei und Gemeinde: Ein Verkehrsspiegel sei nicht notwendig. Eine gewisse Achtsamkeitspflicht müsse man von jedem Verkehrsteilnehmer erwarten können. Ein Anwohner beschwerte sich über ein widerrechtliches Verhalten am Lohweg/Holunderweg. Gegenüber der Einmündung werde gesetzeswidrig geparkt. Ein Halteverbotsschild oder andere geeignete Maßnahmen wurden gefordert. Die Frage ist, ob der Antragsteller mit seiner Beschwerde alleine ist, denn andere befragte Anlieger sahen dieses Problem nicht. Und die Gemeinde auch nicht.

Stefanie Lobenhofer und Ernst Harald aus Theuern stellten eine Bauvoranfrage. Sie wollen in der Nähe der Rauberweiherstraße in Theuern einen Schuppen errichten. Darin sollen Holz und landwirtschaftliche Geräte gelagert werden. Er soll so etwas wie den Charakter einer Feldscheune haben, ob eine Privilegierung analog land- und forstwirtschaftliches Vorhaben vorliegt, muss das Landratsamt klären. Die Gemeinde jedenfalls hat nichts gegen das Vorhaben.

Melanie und Thomas Roman Abril aus Amberg beabsichtigen den Umbau eines bestehenden Wohnhauses in Lengenfeld, das ein Flachdach haben soll, obwohl Satteldächer im Bebauungsplan gefordert sind. Das Gremium war geschlossen der Ansicht, dass dieser vorgesehene Bau mit dem Flachdach "ein Fremdkörper" in diesem Siedlungsgebiet wäre. Aus städtebaulicher Sicht fügt sich das Haus wegen seines Daches nicht in das Baugebiet ein, deshalb gab es keine positive Entscheidung.

Pulttach oder Satteldach - das ist auch die Frage für Markus Lorenz aus der Schweppermannstraße, der dort ein Einfamilienhaus mit Nebengebäude errichten will. Dem anwesenden Antragsteller wurde Rederecht eingeräumt, dabei begründete er die Maßnahme Pultdach. Sie sei billiger als das Satteldach mit dem das Baugebiet dort versehen ist. Beide Seiten tauschten ihre Argumente aus. Das Pultdach bekam den Vorzug.

Frank Himmelhuber baut eine Doppelgarage an ein bestehendes Nebengebäude in Moos an. Es handelt sich um das alte Bahnwärterhaus an der Bahnstrecke. Es gab keine Einwände. Ohnehin hat das alte Bahnwärterhaus Bestandsschutz.

Zwei Freistellungsverfahren hat Ronny Gäßner vom Bauamt mitgeteilt: Azcan Sener und Nesrin aus Kümmersbruck haben vor im Baugebiet Siedlerstraße I eine Terrassenüberdachung zu bauen. Birgit und Ingo Edenharter aus Amberg wollen im Baugebiet Grasinger Weg in Kümmersbruck ein Einfamilienwohnhaus bauen Darüber gab es keine Diskussionen.
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