Kinderkrippe St. Antonius in Kümmersbruck ist fertig - Acht der zwölf Plätze für Kleinkinder ...
Wunderbar geborgen im Holzhaus

Lokales
Kümmersbruck
07.11.2014
0
0
Es hat zwar etwas länger gedauert als geplant, aber seit 1. September bevölkern vorerst acht kleine Buben und Mädchen die freundlichen und hellen Räume der Krippe St. Antonius. Für zwölf Kleinkinder unter drei Jahren ist die Krippe ausgelegt.

Was die Kleinen in den wenigen Wochen schon von ihren fachlich versierten und liebevollen Betreuerinnen gelernt haben, das bewiesen sie am Tag der Einweihung im "Kükennest" Gästen und Eltern mit einem kleinen musikalischen Willkommensgruß.

Viel Raum und hohe Qualität

Beim Bau der Kinderkrippe St. Antonius wurden nach Angaben von Architekt Willi Schmid zwei wichtige Dinge realisiert - nämlich ein großzügiges Raumangebot und gute Raumqualität durch den Baustoff Holz.

Neben den Flächen mit insgesamt 150 Quadratmetern, entsprechend den Vorgaben des Raumprogramms der Regierung, stehen auch Zwischenzonen zur Verfügung, die mehrere Funktionen erfüllen. Der gelenkartige Eingangsbereich für Kindergarten und Kinderkrippe ist einerseits Windfang, andererseits aber auch Spielzone und Treffpunkt für den kleinen Plausch am Morgen.

Wichtig ist auch ein Eltern-Wartebereich in der Kinderkrippe, besonders während der Eingewöhnungsphase der Kinder. Bei der Neugestaltung des Außenspielbereichs für Kindergarten und Krippe konnte man teilweise auf das südliche Wiesengrundstück zurückgreifen. Die Krippe ist ein reiner Holzbau. Der heimische und nachwachsende Rohstoff Holz wurde verbaut als Vollholz, Leimholz und als Holzwerkstoff. Holz ist ein schlechter Wärmeleiter und daher energetisch vorteilhaft. Im Dachbereich sind die tragenden Dickholzplatten daher als erste Dämmschicht anzusehen. Besonders hervorzuheben ist der baubiologische Aspekt von Holz. Ein Gebäude in Holzbauweise erstellt, sorgt für ein gesundes Raumklima, eine optimale Luftfeuchtigkeit und für Behaglichkeit. Holz ist somit der ideale Baustoff für eine Kinderkrippe.

Wie es bei der Einweihung hieß, waren langwierige und nervige Verhandlungen und Debatten notwendig, ehe man im Januar Richtfest und nun die Einweihung feiern konnte.

Die Gesamtkosten betrugen 630 000 Euro. Nicht mit eingerechnet sind hier die Außenanlagen, die das Projekt wohl noch um 60 000 bis 70 000 Euro verteuern werden. Bürgermeister Roland Strehl bezeichnete in seinem Grußwort den Bau als einen weiteren Meilenstein intensiver, brauchbarer und freundschaftlich vertrauensvoller Zusammenarbeit der Gemeinde mit der katholischen Kirchenstiftung. Nach seinen Angaben übernimmt der Staat im Rahmen des Investitionsprogramms "Kinderbetreuungsfinanzierung" 329 000 Euro, der Träger zehn Prozent der Kosten und die Gemeinde Kümmersbruck den Rest, nämlich 238 000 Euro.

Pfarrer Wolfgang Bauer, der zusammen mit seinem evangelischen Amtsbruder Bernd Schindler den kirchlichen Segen erteilte, bezog sich in seinem geistlichen Wort auf das Evangelium, wo es heißt: "Jesus stellt ein Kind in ihre Mitte und sagt: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelsreich kommen."

Mittelpunkt der Gesellschaft

Bauer leitete daraus seine Aussage ab: "Wenn ihr nicht erkennt, was Kinder bedeuten, was Kinder Erwachsenen sagen können, könnt ihr den Himmel nicht erfahren". "Vielleicht, so Bauer, "ist die Kinderkrippe auch eine 'Umsetzung des Evangeliums' für unsere Kirche und unsere Gemeinde. Er stellt ein Kind in ihre Mitte. In unserer Mitte haben wir jetzt diese Betreuungseinrichtung. Wir müssen uns um sie sorgen, wir müssen uns um die Kinder kümmern".
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.