Kleine als große Saubermänner

Lokales
Kümmersbruck
10.06.2015
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Sie haben sich über den Müll, den andere achtlos wegwerfen, geärgert. Doch die Kindergartenkinder der Arche Noah haben es nicht dabei belassen. Sie sind aktiv geworden - und kümmern sich seit einiger Zeit ganz offiziell als Paten darum, dass ihr Spielplatz sauber bleibt.

Chipstüten, Kaugummipapier, leere Flaschen, oder sogar Scherben: All das gehört nicht in den Sandkasten oder unter die Schaukel. Insbesondere, weil es auf dem Spielplatz an der Marienbader Straße natürlich einen Abfalleimer gibt. Aber den scheinen diejenigen, die den Spielplatz offenbar gern als Freilufttreff nutzen, geflissentlich zu übersehen. Und so müssen nun die Kleinen regelmäßig hinter den Größeren herräumen.

Die Arche-Kinder sehen's gelassen. Vor allem, seit die Spielplatzpaten Greifwerkzeuge bekommen haben, um die zuweilen auch durchaus unappetitlichen Hinterlassenschaften nicht anfassen zu müssen, wenn sie sie einsammeln. Das tun sie regelmäßig, schließlich waren sie die Ersten, die in Kümmersbruck ganz offiziell eine Spielplatzpatenschaft übernommen haben.

Im März hatte der Gemeinderat deren Einführung beschlossen: Ehrenamtliche sollen auf den 16 Spielplätzen im Gemeindegebiet nach dem Rechten sehen. Dabei geht es nicht nur darum, Müll einzusammeln, sondern auch ein Auge auf die Anlage zu haben und beispielsweise der Gemeinde Bescheid zu geben, wenn es etwas zu reparieren gibt. "Rasen mähen könnten sie auch mal wieder", meint Erzieherin Elke Wittig-Schumm mit einem Blick auf die Rasenfläche, während sie einem ihrer Schützlinge eine mitgebrachte Plastiktüte als Müllbeutel aufhält. Auch solche Hinweise geben die Paten an die Gemeinde, die dann gezielt einen Bauhof-Trupp losschicken kann.

Inzwischen sind die Arche-Kinder nicht mehr alleine: Insgesamt sieben Spielplätze haben in Kümmersbruck schon einen Paten, der sie betreut. Damit fehlen noch neun weitere Ehrenamtliche, die sich hier engagieren wollen.

Die Kindergartenkinder haben mittlerweile den ganzen Müll eingesammelt und in den Abfalleimer geworfen. Jetzt können sie endlich tun, wofür sie eigentlich hier sind: Im Sonnenschein draußen herumtollen. Schließlich ist das Gelände ja ein Spiel- und kein Müllplatz.
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