Kümmersbrucker Jusos treten auf die politische Bühne
Kaum gegründet, schon positioniert

Lokales
Kümmersbruck
07.02.2015
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Schnell ging es zur Sache. Schon bei der Gründungsversammlung einer eigenständigen Juso-Arbeitsgruppe ging es um Politik. Die Stichworte dazu, so eine Pressemitteilung, lieferte nicht zuletzt Bezirksvorsitzende Dr. Carolin Hagl. "Alles soll gerechter werden", stellte sie forsch in den Raum und zollte den neuen Kümmersbrucker Jungsozialisten ihre Anerkennung, dass es mit der Gründung recht schnell gegangen ist.

Auch der SPD-Kreisvorsitzende Reinhold Strobl und der örtliche Fraktionsvorsitzende Manfred Moser freuten sich, nun auch auf organisierten Parteinachwuchs bauen zu können. Beide zeigten sich besorgt, dass Pegida und die Diskussion um den Umgang mit diesem Massenprotest dem Ruf Deutschlands schade. "Wir müssen uns kümmern", nicht in Verruf zu geraten, schlossen die beiden Sozialdemokraten darauf und setzen dabei auch auf die Jusos. Die SPD müsse mehr deutlich machen, für welche Inhalte und Werte sie stehe, betonte Moser und sicherte die Unterstützung des Ortsvereins zu.

Die Gründungsversammlung wählte Lisa Hartinger zur Vorsitzenden der Jusos in Kümmersbruck, ihre beiden Stellvertreter sind Carsten Ehrensberger und Jonas Lay. Inhaltlich setzte Hartinger nach ihrer Wahl erste Akzente, indem sie sich der aktuellen Debatte über in Deutschland strandende Flüchtlinge zuwandte. "Ausländer nehmen uns immer alles weg", sei häufig zu hören, griff die Juso-Vorsitzende das Thema auf und forderte, klarer zwischen Ausländern, Flüchtlingen und Asylbewerbern zu unterscheiden. Denn beispielsweise in Deutschland sich aufhaltende Ausländer seien in der Mehrzahl EU-Bürger, die nichts anderes täten, als ein Grundrecht der Europäischen Union auszuüben.
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