Leisnitzer Heimatstube im SPD-Fraktionszimmer
Mini-Museum

Lokales
Kümmersbruck
08.10.2015
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Die Zeitzeugen werden immer weniger, die Zeit der Flucht und Vertreibung liegt mittlerweile 70 Jahre zurück, andererseits müssen und wollen die Leisnitzer ihre Gedanken an die Heimat, an den 600 Kilometer langen Treck, aufrechterhalten und der Nachwelt übermitteln.

Viel dafür getan hat Günther Rapp, Organisator, akribischer Sammler, Sucher und Aufbewahrer von Unterlagen aus der oberschlesischen Heimat. Aber wohin mit den Exponaten? Bürgermeister Roland Strehl, Alt-Bürgermeister Richard Gaßner und die SPD-Fraktion hatten einen bemerkenswerten Gedanken: Im Fraktionszimmer der SPD im Rathaus wurde den Leisnitzern ein Raum, besser gesagt eine Wand, zur Verfügung gestellt. Rudi Frenzel hat sich des kleinen Museums angenommen, den Inhalt beim Treffen der Leisnitzer (wir berichteten) bekannt gemacht und zum Besuch eingeladen. In der Leisnitzer Heimatstube im Rathaus ist auf einer Wandtafel der Ortsplan von Leisnitz zu sehen, der Fluchtweg des Trecks, Broschüren, eine Bildergalerie, Heimattreffen, unzählige Bilder aus Leisnitz, Pläne und Zeichnungen, Musik-Kassetten und viel mehr.

Jahrzehntelange Arbeit steckt dahinter - das soll der Nachwelt erhalten bleiben. "Niemand würde sich sonst noch an ein Einwohnerverzeichnis, Chroniken, Orgelbücher, eine Flüchtlingsgemeinschaft Theuern oder an schlesische Kirchenlieder erinnern - der Nachlass hat im Rathaus einen würdigen Platz gefunden", freute sich Rudi Frenzel.
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