Leisnitzer-Treffen führt zum 28. Mal viele vertriebene Schlesier zur Kirmes zusammen
Erinnerung an einstige Heimat

Das Leisnitzer-Treffen im Gemeindesaal Kümmersbruck hielt erneut eine lange Tradition aufrecht. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
07.10.2015
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"Und kommt's einstens zum Begraben, mögt ihr euren Willen tun. Nur das eine, ja das eine: Lasst mich in der Heimat ruh'n" - andachtsvoll sangen sie das Lied und unschwer ist es den Leisnitzern anzumerken, wo ihre Gedanken sind: weit weg in der Heimat!

Zum 28. Mal trafen sie sich in Kümmersbruck zur gemeinsamen Kirmes. "Ja, auch 70 Jahre nach Flucht und Vertreibung, was für uns alles andere als Gründe zum Feiern sind, halten wir die Gedanken aufrecht", sagte Organisatorin Lucie Krumschmidt im Gemeindesaal. "Wir dürfen und sollten dankbar sein, dass wir hier und heute in dieser Runde unsere Kirmes feiern dürfen. Wir fühlen uns wohl hier in Bayern, es ist längst unsere zweite Heimat geworden", sang Krumschmidt ein Loblied auf Kümmersbruck.

Seit 1987 führt sie die Leisnitzer regelmäßig zusammen, von überall her kommen sie. Krumschmidt schlug die Brücke zu den anwesenden Unterstützern der Leisnitzer Idee, Alt-Bürgermeister Richard Gaßner, der schon wiederholt in Leisnitz war, und Bürgermeister Roland Strehl, der seinerseits versprach, beim nächsten Mal mit nach Leisnitz zu fahren. Gespannt sei er auf die Heimat der Leute, deren Geschichte in einem kleinen Heimatmuseum im Rathaus nachzuvollziehen sei.

Pfarrer Wolfgang Bauer hielt die Messe für die Leisnitzer, zum Gedenken an die verstorbenen Angehörigen, für Günther Rapp, der eine nicht schließbare Lücke hinterlässt. Schöne Stunden, die hatten sie wieder mal die Leisnitzer, bei Musik von Erich Oberndorfer, schlesischem Streuselkuchen, guten Gesprächen und dem Bekunden, sich nächstes Jahr wieder zu treffen.
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