Mehr Platz für die Feuerwehr

Dort, wo derzeit noch eine Doppelgarage steht, soll der Neubau hin: Die Feuerwehr Kümmersbruck will hier, direkt neben ihrem Gerätehaus, dringend benötigten Platz für Ausrüstung und Nachwuchs schaffen. Der Gemeinderat hat dem jetzt zugestimmt. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
05.11.2015
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Im Bauausschuss war noch von rund 250 000 Euro die Rede. Inzwischen werden die Baukosten auf 300 000 Euro geschätzt - für einen Neubau von Werkstatt-, Lager- und Jugendräumen der Kümmersbrucker Feuerwehr. Darüber diskutierte der Gemeinderat am Dienstagabend.

Der Bauausschuss hatte das Konzept bereits in seiner Sitzung am 15. September vorberaten - ein Projekt, das für die FFW Kümmersbruck aber auch für die Gemeinde kein unbedeutendes Ausmaß hat. Jetzt hat der Gemeinderat diesem Bauantrag zugestimmt - gegen die Stimme von Josef Flierl.

Umbau zu aufwendig

Dass dieser Neubau notwendig ist, betonte Bürgermeister Roland Strehl gleich zu Beginn, noch vor den detaillierten Erläuterungen des Planers, Diplom-Ingenieur (FH) Manfred Steininger: Die Kümmersbrucker Wehr leiste eine gute Jugendarbeit, habe aber auch erheblichen Platzmangel für Geräte und Zubehör. Daraus sei schließlich die Idee entstanden, anstelle der Doppelgarage neben dem bestehenden Gerätehaus einen Neubau mit den benötigten Räumen zu errichten. Entsprechende Ortstermine hätten stattgefunden. Die Erkenntnis: Der Aufwand, das Garagengebäude umzubauen, wäre wohl größer als ein Neubau. Für den jetzt laut Strehl rund 300 000 Euro veranschlagt sind. "Bei diesen Baukosten und rund 1100 Kubikmetern umbautem Raum ist das jetzt kein Kleinbauwerk mehr", so stufte der Bürgermeister nun das Vorhaben ein.

Tatsächlich geht es um einen Neubau, bei dem die Wünsche der FFW Kümmersbruck weitestgehend berücksichtigt werden. Im Unter- und Obergeschoss finden auf je 120 Quadratmetern Werkstatt und Lager (unten) und zwei je 30 Quadratmeter große Jugendräume, Sanitärbereich und Freisitz (oben) Platz. Vorgesehen sind ein betonierter Keller und ein Anschluss an die bestehende Fernheizung.

Garage muss weichen

Die derzeit hier stehende Doppelgarage wird abgerissen. "Zu bauen, ist eine Entscheidung, die man gut abwägen muss", meinte Bürgermeister Strehl - vor allem wegen der Kosten: "Wir gehen heute von mindestens 300 000 Euro aus." Dabei, auch das verhehlte er nicht, "erwarten wir schon einiges an Eigenleistung der Feuerwehr". SPD-Sprecher Manfred Moser kündigte an, dass sich seine Fraktion "grundsätzlich dem Bau nicht verschließen wird". Allerdings sollte man "nichts schaffen, was für die Anwohner Ärger bringt".

Sein Vorschlag: "Feuerwehr und Anwohner der Wolfgangssiedlung sollten sich an einen Tisch setzen, offene Gespräche führen und solche Bedenken ausschalten." Damit konnten sich auch die anderen Räte anfreunden. CSU-Sprecher Markus Graf betonte, seine Fraktion habe nichts gegen einen Neubau und stimme dem Projekt deshalb komplett zu.

In eine ganz andere, grundsätzliche Richtung, ging die Wortmeldung von Josef Flierl (SPD) - der am Ende als einziger gegen den Bauantrag simmte. "Nachdenklich stimmen mich die Baukosten von jetzt schon 300 000 Euro." Er glaube, dass die großen Räume für den Nachwuchs den Bau verteuern und "die bestehenden Lagerräume ausreichen könnten, um das Equipment der Feuerwehr unterzubringen: "Ob die großen Jugendräume nötig sind, lass' ich mal dahingestellt", sagte er und plädierte für eine kostengünstigere Planung. SPD-Rat Richard Gaßner äußerte, dass es wegen des Gefälles Probleme bei der Einfahrt in den rechten Lagerraum geben könnte, was der Planer aber verneinte. Auf Gaßners Frage nach den Brutto-Baukosten nannte der Bürgermeister erneut die 300 000 Euro, "plus-minus 10 000 Euro" und fügte hinzu: "Wir haben aber im Hinterkopf die Eigenleistung der Feuerwehr."
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