Mitmachen, nicht nur abliefern

Lokales
Kümmersbruck
03.02.2015
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Manche Erziehungsberechtigte sehen ihren Beitrag nur darin, ihre Kinder zu bringen und wieder abzuholen. Vertreter der Kümmersbrucker Vereine appellierten deshalb jetzt beim Jugendforum an die Eltern, sich künftig mehr aktiv einzubringen.

Jugendleiter, -beauftragte und Betreuer aus Vereinen und Verbänden bringt das Jugendforum der Gemeinde zum Jahresanfang an einen Tisch. Hier wird Bilanz gezogen über die Aktivitäten im Jugend- und Kinderbereich des vergangenen Jahres aber auch vorausgeschaut. Die Jugendabteilungen diskutieren mit den drei Bürgermeistern Roland Strehl, Birgit Singer-Grimm und Hubert Blödt, den Jugendbeauftragten Karola Hirsch und Gabi Pilz, Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer und diesmal auch mit der kommunalen Jugendpflegerin Claudia Mai vom Kreisjugendamt.

60 000 Euro für Vereine

Dem Forum ist größtmöglicher Besuch sicher: Schließlich ist die Teilnahme Voraussetzung für die jährliche, freiwillige Pro-Kopf-Förderung für Kinder und Jugendliche, die die Gemeinde den Vereinen gewährt. Das waren, wie Bürgermeister Roland Strehl die Runde wissen ließ, 2014 insgesamt 60 000 Euro für 1499 geförderte Kinder in den Kümmersbrucker Vereinen. Einige von ihnen leisteten ganz massiv Nachwuchsarbeit mit jeweils um die 200 Kindern. Naturgemäß haben die vier Fußballvereine und die JFG Kümmersbruck daran den größten Anteil.

Ins Rathaus waren zum Jugendforum diesmal 30 Vereine gekommen. Von A wie Aqua-Vitalis bis V wie Vilstaler hatten sie ihre Vertreter entsandt. "Wer bei uns in einen Verein will, der findet ausreichend Gelegenheit, sich zu betätigen und wird dabei gut betreut", fasste Bürgermeister Strehl zusammen.

Freilich ist es nicht einfach, noch ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden, war den Schilderungen der Vereinsvertreter zu entnehmen. Deshalb richtete die Runde den Appell an die Eltern, sich im Verein einzubringen. Diese leisten vorzügliche Jugendarbeit, auch das war aus den Vorträgen herauszuhören - und auch von Verwaltung und Bürgermeister so gewürdigt.

80 Geburten verzeichnete die Gemeinde 2014. Das nährt die Hoffnung, "dass wir wieder mehr Kinder für Kindergarten und Schule haben werden", wie Strehl sagte. Was dann wieder auf die Vereine durchschlagen werde. Darauf setzen auch die Jugendbeauftragter Karola Hirsch und Gabi Pilz, die sich sozusagen als "Wunschkasten" für die Jugendlichen anboten. Was die Vereine in diesem Jahr mit ihren Jugendlichen außerhalb des Ferienprogramms alles auf dem Plan haben, sei bemerkenswert, sagte Strehl - und habe einen "hohen Stellenwert".

BMX-Park Zukunftsmusik

Im Blick behalte man aber auch jene, die nicht zu Vereinen gehen wollen - indem man vielleicht irgendwann einmal ein eigenes Domizil mit Teilzeitbetreuung schaffen könnte. Ein sogenannter BMX-Park wurde auch ins Spiel gebracht, ist aber wohl noch unter der Kategorie Zukunftsmusik einzureihen.
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