Nächstes Mal läuft's besser

Lokales
Kümmersbruck
24.06.2015
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Landrat Richard Reisinger sprach von einer Werbeoffensive. Die galt gestern jener Baustelle, die Verkehrsteilnehmern und Anliegern in Kümmersbruck derzeit einiges abverlangt.

Der Ausbau der Kreisstraße AS 27 in Kümmersbruck sorgt für reichlich Stau auf der Ortsdurchfahrt: Der Verkehr wird über die Vilstalstraße umgeleitet, weil der Baustellenbereich total gesperrt ist. Die Auswirkungen sorgten zu Beginn für allerlei Aufregung (AZ berichtete) - trotz der Vorab-Informationen, wie Landrat Richard Reisinger betonte. "Wir wissen, dass wir hier eine einschneidende Maßnahme gestartet haben. Aber manche nehmen's erst wahr, wenn der Bagger quer steht."

Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl wollte "nicht verhehlen, dass die Informationspolitik im Vorfeld der Baumaßnahme vielleicht zu verbessern gewesen wäre". Er habe aus diesem Projekt "unheimlich viel gelernt" - vor allem dies: "Die Bürger wollen, dass man sie mitnimmt" und solche großen Vorhaben rechtzeitig und mehrfach ankündigt. Strehl versprach, dies künftig noch mehr zu berücksichtigen. "Nächstes Mal werden wir früher und besser informieren."

Die von vielen beklagte Totalsperrung der AS 27 im Baustellen-Bereich verteidigte Landrat Reisinger. Alle am Projekt Beteiligten seien sich darin einig gewesen, dass diese unbedingt erforderlich ist - einerseits, um einen zügigen Baufortschritt zu ermöglichen, andererseits aber auch, um Verkehrsteilnehmer und Bauarbeiter nicht zu gefährden.

Hintergrund ist nach seinen Worten auch der Umfang der Maßnahme: "Wenn man mal in den Untergrund geht - plötzlich waren sieben Beteiligte da." Konkret sind das der Landkreis (Straßenbau), die Gemeinde Kümmersbruck (Kanal, Gehwege, Beleuchtung), Wasser und Energie Kümmersbruck (Wasser), Stadtwerke (Gas), Bayernwerk (Strom), Telekom und Kabel Deutschland (beide Telekommunikation), die bei diesem Vorhaben Hand in Hand arbeiten.

Die Investition, die Stadt und Land hier gemeinsam stemmen, bezifferte Reisinger mit 1,3 Millionen Euro. "Samma froh, dass wir von der öffentlichen Hand uns das leisten können, um was Gscheites zu machen", kommentierte er die Realisierung dieses langersehnten Projekts. Roland Strehl zeigte sich froh, dass damit auch ein Nadelöhr in der Gemeinde verschwindet. Stolz sei er darauf, dass es ihm im vergangenen Jahr gelungen sei, die erforderlichen, schon länger laufenden Grundstücksverhandlungen zu einem guten Ende zu bringen.

Dass wegen des Staus auf der Umleitungsstrecke nun auch wieder eine neue Diskussion über die Westumgehung begonnen habe, müsse man sportlich nehmen. In diesem Zusammenhang will Strehl demnächst auf ein Angebot des Landrats zurückgreifen, als Moderator zu fungieren.
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