Netzwerk hat 90 Mitglieder - Weiter kostenfreie Angebote
Bei Senioren anderen zehn Jahre voraus

Lokales
Kümmersbruck
27.01.2015
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Heuer noch soll die 100er-Grenze überschritten werden: Das Senioren-Netzwerk ist schon auf dem besten Weg dorthin. Vorsitzende Carola Dirschka war hoch erfreut, zu Beginn der Jahreshauptversammlung Luise Wagner als 90. Mitglied vorstellen zu können.

Alle Bürger profitieren

Dirschka stellte aber auch klar, auf die Zahl der Mitglieder komme es eigentlich gar nicht so sehr an: Vom Programm des Senioren-Netzwerks sollten schließlich alle Bürger profitieren - ganz gleich, ob sie Vereinsmitglied sind oder nicht. Dieser Vorgabe ist die Vorsitzende mit ihren Mitstreitern bisher zehn Jahre treu geblieben. Und das soll auch im elften Jahr des Bestehens so bleiben.

Der Verein hat im vergangenen Jahr ein bescheidenes Plus erwirtschaftet, war dem Kassenbericht von Maria Schönberger zu entnehmen. Der Vorstand zeigte sich damit zufrieden. Und die Senioren können nach den Worten von Carola Dirschka davon ausgehen, dass Getränke und Kuchen bei den Netzwerk-Veranstaltungen auch weiterhin gratis zur Verfügung gestellt werden können. Außerdem versuche man, "auch im kommenden Jahr kostenfreie Veranstaltungen zu bieten".

19 Termine, so listete Schriftführerin Gertrud Haas auf, habe es 2014 explizit für die Senioren gegeben: Von der Ernährung bis zum Bankgeschäft reichte die Themenpalette, außerdem vom barrierefreien Wohnen und Musikfest mit 200 Besuchern über Rheumavorträge und Demenzforum bis hin zum gemeinsamen Frühstück mit der Jugend oder Bibliotheksbesuch.

Den Wert des Kümmersbrucker Senioren-Netzwerks weiß auch Bürgermeister Roland Strehl zu schätzen, der dieser Institution eine gewisse Vorreiterrolle zugestand: "Es ist eine Einrichtung, die andere jetzt erst aufbauen. Wir sind da praktisch zehn Jahre voraus." Er lobte die rührige Vorsitzende als geradezu "hartnäckig, wenn sie für Senioren was erreichen will". Er werde auch 2015 bei den Veranstaltungen dabei sein und das Netzwerk unterstützen, versprach Strehl. Dem schlossen sich auch 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm und die beiden Seniorenbeauftragten Monika Paintner (CSU) und Werner Czermak (SPD) an.

Wichtig: Eigene Wohnung

Diskutiert wurde bei der Zusammenkunft über die demnächst anstehende Sitzung des Ausschusses für demografische Entwicklung und Soziales, bei der über das Wohnen im Alter diskutiert werden soll. Bei der Hauptversammlung herrschte die Meinung vor, dass der größte Teil der älteren Menschen in seinem gewohnten Umfeld, also in der eigenen Wohung bleiben möchte: Dieses Fazit zog Carola Dirschka.

Bürgermeister Strehl sprach schließlich noch die Bemühungen um einen Seniorenbeirat an. Die Vorsitzende erinnerte die Gemeinde daran, dass an einigen Bänken in der Vilsaue Seitenstützen als Hilfen zum Aufstehen nötig wären.
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