Neue Technik eingeweiht

Bürgermeister Roland Strehl, OGV-Vorsitzender Josef Schindlbeck und Pfarrer Wolfgang Bauer (von links) weihten die Anlage ein. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
01.09.2015
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Auch wenn die Ernte heuer vielleicht nicht so üppig ausfällt: Die Obstverwertung an der Köferinger Straße in Haselmühl ist bestens gerüstet, so, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Möglich macht dies neue Technik, die am Sonntag eingeweiht wurde.

"Vielleicht sogar ein Drittel weniger" als üblicherweise werde die Obsternte diesmal sein, befürchtet Josef Schindlbeck, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Haselmühl: Das Klima der vergangenen Wochen habe den Bäumen zugesetzt. Kreisfachberater Arthur Wiesmet sieht das ähnlich: "Früh- und Sommeräpfel haben mit der Hitze zu kämpfen."

Auf die 35 Tonnen des vergangenen Jahres wird man es in der Haselmühler Obstverwertung diesmal also wohl nicht bringen. Aber es kann im Grunde kommen, wie es will: "Nach langen Bauarbeiten ist es nun so weit, dass wir unsere Anlage in Betrieb nehmen können", freute sich Josef Schindlbeck bei der offiziellen Einweihung am Sonntag vor vielen Gästen. "Die neue Anlage ist für uns eine wesentliche Erleichterung", betonte er im Beisein von 2. Vorsitzendem Franz Schön und Richard Birner: Das Vorgänger-Modell, ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel, arbeitete ursprünglich noch im Handbetrieb, die letzten 35 Jahre dann zumindest hydraulisch. "Die Obstverwertung war wirklich schwere Arbeit", blickte Schindlbeck zurück. Künftig laufe nun alles vollautomatisch. Das hat natürlich seinen Preis. Auf rund 23 000 Euro bezifferte Schindlbeck die Anschaffungskosten, verbunden mit dem Dank für einen Gemeinde-Zuschuss - "deshalb haben wir auch keine Schulden".

Für die Gemeinde und deren Mandatsträger sprach Bürgermeister Roland Strehl, der an den Hilferuf des OGV im Jahr 2014 erinnerte. Die Bitten auf Zuschuss seien von beiden Fraktionen wohlwollend im Hauptausschuss und im Gemeinderat behandelt worden: Mit 3300 Euro sei der OGV bedacht worden - das sei auch gut angelegtes Geld. Immerhin seien durch die neue Anlage auch Bio-Lebensmittel zu bekommen, sei das Ausdruck dafür, "dass die Obstpflege was wert ist".

Den Segen erhielt die Anlage von Pfarrer Wolfgang Bauer, der ins Gedächtnis rief, dass schon in der Bibel Obst, die Früchte des Feldes und Weinbergs fest verankert seien. Bauer erbat den Segen für "die Menschen, die hier an der Maschine tätig sind" und wünschte "gute Erträge und Ernte". Bis Ende Oktober ist die Obstverwertung nun jeden Montagnachmittag in Betrieb.
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