Neue Zufahrt ein "echtes Risiko"

Lokales
Kümmersbruck
22.08.2015
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Hier sei das Einbiegen in die Vilstalstraße "ein echtes Risiko": Die neue Ein- und Ausfahrt zum Rewe-Markt in Kümmersbruck hält eine AZ-Leserin für ziemlich gefährlich. Und steht mit dieser Meinung keineswegs alleine da.

"Da sind wir schon drüber: Diese Stelle hab' ich im Blick", entgegnet Bürgermeister Roland Strehl der besorgten Bürgerin. Die will ungenannt bleiben, hat sich aber auf den AZ-Aufruf, auf Gefahrenstellen in Amberg aufmerksam zu machen (Seite 34/35), per Mail an die Redaktion gewandt - und darin ihre Sorge bezüglich der neuen Zufahrt formuliert.

Stau verschlimmert alles

Die Vilstalstraße, merkt die Leserin an, beschreibe hier eine Kurve und sei entsprechend schlecht einsehbar. Dass zudem das Ortsschild versetzt wurde, weshalb hier nur noch maximal 50 statt wie bisher 80 km/h erlaubt sind, damit hätten "sich viele Verkehrsteilnehmer allem Anschein nach noch nicht so richtig abgefunden". Verschlimmert werde die Situation momentan durch das extreme Verkehrsaufkommen, verursacht durch die Sperrung der Kreisstraße AS 27: Dies mache das Einfädeln vom Parkplatz aus auf die Vilstalstraße noch schwieriger.

"Nicht zu vergessen ist, dass oft aufgrund der stressigen Abbiege-Situation Radfahrer nicht beachtet werden", fügt die Leserin hinzu - "aus eigener Erfahrung: Meine Schwester hatte bereits einen Fahrradunfall." Sei man erst einmal selbst betroffen, nehme man Aufregerstellen wie diese "gleich ganz anders wahr." Bürgermeister Strehl gibt der besorgten Frau im Grundsatz recht - er kenne das Problem, weil er öfter an dieser Stelle vorbeikomme. "Ich sehe selber, dass es hier nicht optimal läuft: Das gefällt mir nicht." Deshalb sei dies auch zum Thema eines Ortstermins mit Vertretern von Verwaltung, Polizei und Landratsamt gemacht worden.

Ziel: Tempo raus

Die Gemeinde habe zudem bei der Kreisverwaltung beantragt, das Ortsschild zu versetzen, "etwa 50 Meter in Richtung Amberg". Strehl erklärt: Damit würde der Bereich innerorts liegen. "Ich erwarte mir dadurch eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung." Die Gemeinde werde außerdem den Radweg, der die Zufahrt zum Supermarkt kreuzt, rot einfärben - so, wie dies schon an anderen Einfahrten zur Vilstalstraße der Fall sei. "Noch heuer" soll dies laut Strehl passieren, damit Autofahrer einen zusätzlichen optischen Hinweis bekommen, auf Radler zu achten.

Er habe bereits Kontakt mit der Marktleiterin aufgenommen, berichtete er weiter. Es sei möglich, dass sich daraus "eine Gemeinschaftsaktion" ergebe, um diese Gefahrenstelle zu entschärfen. Strehl denkt dabei an einen zusätzlichen, eigenen Zugang zum Markt-Gelände für Fußgänger und Radler. Diese müssen momentan nämlich direkt neben den Kraftfahrzeugen auf den Parkplatz einbiegen. Beim Weg zurück auf die Vilstalstraße sieht Strehl allerdings den Einkaufsmarkt in der Pflicht: "Es wäre eigentlich schon Sache von Rewe, dass die Kunden wieder aus dem Gelände rauskommen."

Abgesehen davon hat Strehl persönlich gute Erfahrungen mit anderen Verkehrsteilnehmern gemacht, wenn es ums Einfädeln in die stark befahrene Ortsdurchfahrt geht - selbst im Stau: "Ich bin überrascht, wie viele Leute einen reinlassen."
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