Neuer Beschluss zur Kümmersbrucker Ortsumgehung jetzt ohne Vilsspange
Noch keine Hinweise auf Klage

Ich habe den Beschluss schon etwas aufgeregt erwartet, aber jetzt werden wir es cool durchziehen, so wie ich es angekündigt habe.
Lokales
Kümmersbruck
21.01.2015
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Der nächste Schritt im jahrelangen Ringen um die Kümmersbrucker Ortsumgehung ist gemacht: Die Regierung der Oberpfalz hat am 15. Januar einen "Planänderungs-/Ergänzungsbeschluss zum Planfeststellungsbeschluss vom 19.12.2007 für die Staatsstraße 2165 Ortsumgehung Kümmersbruck" gefasst. Das bedeutet: Die Regierung hat ihre ursprüngliche Planung entsprechend den Vorgaben des Verwaltungsgerichts abgeändert.

Das Gericht hatte im Jahr 2010 befunden, dass die vorgesehenen Eingriffe in das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Vils nördlich von Haselmühl, das unter besonderem Naturschutz steht, nicht zulässig seien. Dadurch war die sogenannte Vilsspange unmöglich geworden. Sie hätte den Verkehr auf die Vilstalstraße (Staatsstraße 2165) zurückgeleitet. Laut dem Kümmersbrucker Bürgermeister Roland Strehl ist das die Hauptänderung beim neuen Plan: Die Vilsspange ist ersatzlos gestrichen, die Ortsumgehung mündet jetzt im Norden in die Werner-von-Siemens-Straße auf Amberger Stadtgebiet. Ansonsten seien eher Kleinigkeiten neu gestaltet worden wie etwa die längere Fortführung der Verkehrsprognose.

Der Beschluss der Regierung samt Rechtsbehelfsbelehrung und aktuellem Plan liegt vom 26. Januar bis zum 9. Februar im Kümmersbrucker Bauamt zur Einsicht aus - montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr, dienstags und donnerstags zusätzlich von 14 bis 17 Uhr. Ab dem 10. Februar haben die Bürger dann vier Wochen Zeit, Einwendungen vorzubringen.

Hinweise, dass auch der neue Beschluss beklagt wird, liegen laut Roland Strehl derzeit keine vor. Diese Frage sei auch für den Gemeinderat von Interesse. Der müsse dem Beschluss zwar nicht mehr zustimmen, aber doch eine Haltung dazu einnehmen. "Und wenn er nicht mehr beklagt wird, dann möchte ich ein Ratsbegehren dazu einleiten", bekräftigt der Bürgermeister seine im Herbst 2014 geäußerte Absicht, die Kümmersbrucker selbst darüber abstimmen zu lassen, ob die Gemeinde als Sonderbaulastträger einspringen soll und so im Gegenzug für eine schnellere Umsetzung des Bauprojekts stärker an den Kosten beteiligt würde. Das Ratsbegehren könne aber nur durch einen Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates gestartet werden.

Bei den Eigentümern der für den Bau benötigten Grundstücke besteht laut Strehl prinzipiell immer noch keine Verkaufsbereitschaft. "Aber wir warten jetzt erst einmal die Entwicklung ab und reden darüber noch einmal, wenn es so weit ist." Die gegenwärtige Haltung könne auch zum Preispoker gehören. Strehl geht davon aus, dass den Eigentümern eine grundsätzliche Ablehnung nicht mehr so leicht fällt, wenn ein Ratsbegehren eine Mehrheit der Bürger für die Umfahrung erbringen sollte.
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