Praktische Hilfe bei der Jobwahl

Lokales
Kümmersbruck
01.07.2015
0
0

Lange Arbeitszeiten können ganz schön schlauchen: Diese Erfahrung machten Kümmersbrucker Mittelschüler in einem Projekt zur Berufsorientierung. Auch solche Erkenntnisse können bei der Jobwahl helfen.

Mit solchen Überlegungen kann man an der Mittelschule nie früh genug anfangen - schließlich ist die Berufswahl ein entscheidender Schritt nach dem Schulabschluss. Bereits vor etwa neun Jahren haben deshalb die Lehrer der Mittelschule Kümmersbruck ein Konzept erarbeitet, das den Schülern dabei helfen soll.

Praxis im Schonraum

Dazu gehört auch die Kooperation mit dem Kolping-Bildungswerk, durch die Siebtklässler in einem Schonraumpraktikum erste, konkrete Erfahrungen mit der Berufswelt machen konnten. Diese Kooperation wurde nun in einer neuen Praxiswoche fortgesetzt.

Die Mittelschule Kümmersbruck griff dabei erneut ein Programm der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur erweiterten vertieften Berufsorientierung (Verbesserung der Ausbildungschancen für Schulabgänger) auf. Dabei ging es ihr und dem Kolping-Bildungszentrum Amberg-Sulzbach um die Vermittlung klarer Vorstellungen von Berufsbildern. Die Planungen, Vorbereitungen und auch die Organisation übernahmen schwerpunktmäßig Martin Gimpl von Kolping sowie Förderlehrer Mario Gräß von der Mittelschule. Alle Schüler der 7. Jahrgangsstufe (G 7 und M 7) haben teilgenommen, aufgeteilt auf mehrere Kleingruppen. Beteiligt waren auch ihre Lehrer Josef Popp (G 7) und Rudi Schnabl (M 7) sowie die Fachlehrer.

Der Meister gibt Einblick

Auf Grundlage der Vorgaben der Bundesagentur hat das Kolping-Bildungswerk als Träger einen Stundenplan für die Projektwoche erarbeitet - in den Berufsfeldern Metall, Maler, Friseur, Bäcker, Pflege, Verkauf, Bau (Maurer- und Zimmererhandwerk), Dienstleistung sowie für die Kfz-Branche. Unterricht war täglich von 8 bis 15 Uhr. Ausschließlich die Praxis stand bei dieser sehr intensiven Schnupperlehre im Vordergrund. Die Schüler erhielten von Meistern und Technikern wichtige Einblicke in die jeweiligen Berufsbilder. Die so gesammelten Erfahrungen dienen einer Vororientierung und sind so eine Auswahlhilfe für die Pflichtpraktika der 8. Jahrgangsstufe.

Für die Siebtklässler war dies sehr lehrreich. Sie konnten nicht nur ihre praktischen Fähigkeiten umsetzen, sondern machten auch die Erfahrung, dass lange Arbeitszeiten und langes Stehen sehr anstrengend sein können. Am Ende zogen nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer eine positive Bilanz. Die Jugendlichen sehen nun viele theoretische Inhalte im Unterricht in einem anderen Kontext und ordnen sie damit künftig auch anders ein.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11032)Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.