Praxisklasse in Kümmersbruck möbelt einen Mofa-Roller auf
Zweitakt-Knattern im Unterricht

Lokales
Kümmersbruck
16.12.2014
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Im Zuge der Neuausrichtung der Mittelschule vor etwa sechs Jahren wurde die Bedeutung der Berufsorientierung herausgearbeitet. Als ein Kernpunkt dieses Ansatzes gelten die sogenannten Praxistage der 8. Klassen. Der Lehrer Markus Gleißner wartete nun mit einem förmlichen Renner auf: der Instandsetzung eines 20 Jahre alten Motorrollers.

Seit geraumer Zeit wird deshalb in den Technikräumen der Mittelschule geschraubt und gehämmert oder im Internet recherchiert, weil immer wieder irgendein Ersatzteil aufgetrieben werden muss. Es macht den Schülern sichtlich Spaß und sie sind bereit, mit viel Geduld Teil für Teil auseinander- und wieder zusammenbauen. Absicht derartiger Praxismodule ist, dass die jungen Leute zugleich mit verschiedenen Berufeberufsbildern in Kontakt kommen.

Bei diesem Projekt stehen Zweiradmechaniker, -mechatroniker oder Lackierer zur Disposition. Auf die Klärung technischer Zusammenhänge zielte der "Stundenplan" der zurückliegenden Wochen ab. Ganz wichtig und speziell bei jungen Leuten of schwierig: "Gut Ding will Weile haben." Gleißner wurde nicht müde, das immer wieder zu betonen.

Viele Arbeitsschritte

Schritt für Schritt wurden das motorisierte Zweirad zerlegt und die Teile gereinigt. Zum Lackieren der Kunststoff-Karosserieteile wurde bei dem Kfz-Meister Adam Geiger als externem Profi um Rat und Tat nachgefragt. Er erklärte und begleitete das Roller-Team bei den nötigen Arbeitsschritten, die das Schleifen von Teilen, Reinigen, die Anwendung von Sprühspachtel-Füller und zwei Lackiergänge (Farbe und Klarlack) gehörten.

Jetzt stehen noch einige Stunden mit Detailarbeiten an. Aber im Frühjahr wird das Gefährt in neuem Glanz erstrahlen, ist sich Gleißner sicher, und es könne dann auf große, hoffentlich unfallfreie Fahrt gehen. Die Zulassung des Rollers ist für März geplant. Die Schüler freuen sich schon auf eine Probefahrt. Meist bisher als Sozius auf dem hinteren Sitzbankplatz. Vielleicht hat dann aber auch schon der eine oder andere Mitschrauber bis dahin auch schon selbst die nötige Fahrerlaubnis.
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