Praxisorientiertes Programm hilft Kümmersbrucker Mittelschülern bei der Berufswahl
Der Job kann schon schlauchen

Malerpinsel und Leinwand statt Füller und Taschenrechner standen unter anderem für eine Woche auf dem Stundenplan der Siebtklässler der Mittelschule Kümmersbruck. Bild: pop
Lokales
Kümmersbruck
10.03.2015
1
0
Die Berufswahl ist ein entscheidender Schritt nach dem Schulabschluss. Haupt- und Mittelschüler müssen sich so früh wie in keiner anderen Schulart damit auseinandersetzen. Mit 14 oder 15 Jahren zu wissen, welchen Beruf man lernen soll, ist sicher eine der großen Herausforderungen für junge Menschen.

Externer Partner hilft

Dabei sind die Schulen gefordert, sich externe Partner zu suchen, die die Jugendlichen bei der Berufsfindung unterstützen. Mit dem beruflichen Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH Weiden hat die Mittelschule Kümmersbruck seit vielen Jahren für die siebten Jahrgangsstufen einen Partner. Dieser übernimmt nicht nur die praxisorientierte Berufsorientierung, sondern im Vorfeld auch schon eine Potenzial-Analyse.

Verdeckte Talente finden

Für die rund 35 Schüler der siebten Klassen hat jetzt der konkrete Einstieg in diese Berufsorientierung begonnen. Sie konnten dabei erste Erfahrungen mit verschiedenen Berufen sammeln. Das Programm gliedert sich in zwei Blöcke: Zu Beginn steht eine Potenzial-Analyse zur Feststellung auch verdeckter Talente und Kompetenzen sowie zur Verbesserung der Selbsteinschätzung eigener Neigungen und Interessen. Darauf aufbauend folgen Werkstatttage, bei denen die Schüler praktische Berufsfelder erleben können. Sie können überprüfen, welche Tätigkeiten ihren Neigungen am ehesten entsprechen. Die Berufswahl wird dadurch bewusster und überlegter getroffen, die Aussicht auf einen erfolgreichen Abschluss steigt.

Koordiniert und vorbereitet wurde dies an der Mittelschule vom Beauftragten zur Berufsorientierung, Förderlehrer Mario Gräß. Eine Woche lang konnten die Schüler von G7 und M7, unterstützt von den Klassenleitern Josef Popp und Rudi Schnabl sowie Förderlehrer Mario Gräß, in Weiden verschiedene Berufsfelder kennenlernen und berufstypische Tätigkeiten ausführen. Einmal den Füller mit einer Rose tauschen oder im Blaumann als Maler tätig zu werden, das stand eine Woche lang auf dem Stundenplan.

Viele Berufe zur Wahl

Die Schüler konnten aus einer breiten Palette an Berufsfeldern wählen: Holz, Metall, Elektro, Farbe, Floristik, Friseur und Kosmetik, Pflege, Verkauf/Lager. Die so gesammelten berufspraktischen und berufskundlichen Erfahrungen dienen einer Vororientierung und sind eine Auswahlhilfe für die Pflichtpraktika der achten Jahrgangsstufe.

Für die Siebtklässler waren diese Schnupper-Praxistage sehr lehrreich. Nicht nur, weil sie ihre praktischen Fähigkeiten umsetzten konnten - sondern auch, weil sie selbst erlebten, dass lange Arbeitszeiten und teilweise das lange Stehen ganz schön schlauchen können. Am Ende zogen nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Lehrer eine positive Bilanz.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11033)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.