Projektleiterin Barbara Hernes stellt sich in Frauen-Runde vor - Vortrag über Demenz
Neue Fachfrau für Senioren

Claudia Brill (im Vordergrund), die neue Fachfrau für alle Senioren-Fragen, stellte sich bei Frauen-Union und Frauenbund vor. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
10.11.2015
1
0
"Pflege ist immer noch Frauensache", findet 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm. Umso erfreuter war sie darüber, dass Mitte Oktober das interkommunale Projekt "Seniorenmosaik" der Hirschwald-Gemeinden gestartet ist. Die Bürgermeisterin nutzte eine Veranstaltung von Frauen-Union und Frauenbund zum Thema Demenz, um Barbara Hernes, die Projektleiterin, persönlich vorzustellen. Ihr Büro ist im Kümmersbrucker Rathaus untergebracht.

Beratung kostenlos

Barbara Hernes stellte ihr Tätigkeitsfeld vor. Sie forderte ihre Zuhörerinnen auf, sich zu allen Fragen rund um das Thema Senioren an sie zu wenden - wer Hilfe brauche, sei bei ihr richtig. Die Beratung sei kostenlos. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit seien Kurse und Veranstaltungen zum Thema "Alt werden und Alt sein". Über Demenz informiert danach Claudia Brill. Es war das erste Mal, dass Frauen-Union und katholischer Frauenbund in Kümmersbruck in einer gemeinsamen Veranstaltung dieses Thema aufgriffen. Claudia Brill ist bestens damit vertraut, weil sie selbst in der Krankenpflege tätig ist.

Der Name der Erkrankung komme vom Lateinischen Dementis ("Weg vom Geist"). Nach einem einführenden Film "Meine Welt in eurerer Welt - Wahrnehmung aus Sicht eines Demenzkranken" erläuterte die Referentin die Formen der Demenz. Sie sprach davon, wie sie die Persönlichkeit der Betroffenen verändert und klärte über Grundsätze im Umgang mit Demenzkranken auf. Dazu gehöre es, deren Erinnerungen wachzuhalten, ihnen Sicherheit zu geben, sie aber auch Fördern durch Fordern.

Falsches nicht korrigieren

Grundregeln in der Kommunikation und beim Umgang mit Demenzkranken seien Blickkontakt, kurze, deutliche Sätze, nur eine Mitteilung pro Aussage, einfache Ja- oder Nein- Fragen und auf Körpersprache zu achten. Wenn Betroffene etwas Falsches sagten, sollte man sie nicht korrigieren, empfahl Brill.

Hintergrundgeräusche wie aus dem Radio oder durch Lärm im Hintergrund würden oft als Stress empfunden. Lob sei auch im Umgang mit Demenzkranken ein probates Mittel.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.