Rund 30 Feuerwehren aus dem südlichen Landkreis waren zur zentralen Feier ihres Patronats-Tags in die Pfarrkirche St. Wolfgang nach Kümmersbruck gekommen. Gemeinsam begingen sie das Hauptfest zu Ehren ihres Schutzpatrons Florian. Ihm wird eine Macht über das Wasser zuerkannt.
Dem Beispiel Florians folgend

Zur zentralen Feier des Florianstags waren Feuerwehrleute aus dem gesamten südlichen Landkreis nach Haselmühl gekommen. Dort zog sich der imposante Kirchenzug am Sonntagvormittag durch die Straßen. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
04.05.2015
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(e) Vielleicht lag's ja dann auch daran, dass am Sonntag um 8.15 Uhr beim Abmarsch des langen Kirchenzuges das Wasser von oben ausblieb und die Regenschirme zusammengeklappt bleiben konnten. Angeführt von der Musikkapelle Haselmühl marschierte der Zug, mit dabei viele Vertreter des öffentlichen Lebens, in die Kirche ein, wo der Musikverein unter der Leitung von Marcus Hoffmann die Messe musikalisch begleitete. Von der feierlichen "Hymne Grandioso" bis zum gewaltigen und gemeinsam gesungenen "Großer Gott wir loben dich".

Kranz niedergelegt

Dazwischen gedachten die Kameraden auch ihrer Toten sowie der im Dienst verunglückten Kameraden und drückten ihre Wertschätzung durch Niederlegung eines Kranzes aus. "Mögen Sie aus dem Gottesdienst Ermutigung und Stärkung empfangen für Ihren weiteren schweren Dienst", wünschte Pfarrer Wolfgang Bauer. Stärkung gab es nach der Messe auf jeden Fall - in der Mehrzweckhalle trafen sich alle zur kameradschaftlichen Geselligkeit. Alles bestens von der Haselmühler Wehr vorbereitet. Warum ist der heilige Florian Vorbild, Patron der Feuerwehr? Mit dieser für die Kameraden fundamentalen Frage beschäftigte sich Pfarrer Wolfgang Bauer in seiner Predigt. Florian werde eine von Gott gegebene Macht über das Wasser attestiert, weil er 304 nach Christus den Tod in den Fluten Enns fand, und zwar ertränkt am 4. Mai, "weil er seinen Mitchristen in schwieriger Lage beigestanden hat," sagte Pfarrer Wolfgang Bauer.

Neue Motivation

Das Lebensbeispiel des heiligen Florian lasse sich mit dem Feuerwehr-Motto "Gott zur Ehr', den Menschen zur Wehr" zusammenfassen. Dieser Satz sei nicht nur ein belangloser Autoaufkleber, er mache deutlich, "mit welcher Motivation Sie handeln", meinte Pfarrer Bauer.
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