Schlussakkord zum Jubiläum

Lokales
Kümmersbruck
02.01.2015
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Zum Finale des Festjahres in der Gemeinde zündete der Musikverein Haselmühl-Kümmersbruck ein musikalisches Feuerwerk. Der Florentiner Marsch bildete den Kracher am Schluss des Konzerts.

Trotz der klirrenden Kälte war die Mehrzweckhalle gut gefüllt. Dirigent Marcus Hoffmann hatte mit seinem 30 Musiker umfassenden Klangkörper eine arbeitsreiche Übungsphase hinter sich gebracht. Durch das Programm führte Elke Wittig-Schumm.

Offizielle Worte mussten sein: Begonnen hat das Konzert mit der Begrüßung durch Vorsitzenden Peter Dürr sowie mit der Dankadresse von Bürgermeister Roland Strehl an das Publikum. Strehl nutzte die Gelegenheit, noch einmal allen zu danken, die das Jubiläumsjahr mit Leben erfüllt haben.

Klarinetten-Experiment

Mit der inoffiziellen Hymne der Südtiroler, dem Bozener Bergsteiger-Marsch, legte der Musikverein los. Lisa Hartinger und Veronika Meier trugen den Klarinettenmuckl, das bekannte Solo für zwei Klarinetten, vor. Mit Judith Lehner und Sophie Huber bewiesen die Musiker aber, dass es auch mit vier Klarinetten gespielt werden kann, ohne dass eine Stimme verdoppelt werden muss. Dirigent Marcus Hoffmann hatte dieses Experiment im Griff, ebenso, wie den Klassiker Böhmischer Traum.

Mit dem Walzer aus der Suite für Jazzorchester von Dimitri Schostakowitsch wagten sich die Haselmühler an Großes: "Wenn Sie die Augen schließen, können sie die Weite der russischen Landschaft erahnen", hieß es begleitend. Die Zuhörer waren schier begeistert. Bravo-Rufe mischten sich unter den Applaus.

Erst Russland, dann Amerika: "The Washington Post" hieß ein weiteres Stück. Dem Autor John Philip Sousa wurde sogar ein eigenes Instrument gewidmet, das Sousaphon. War der erste Teil rhythmisch dem Marsch, der Polka und dem Walzer vorbehalten, folgten im zweiten Abschnitt Anleihen aus dem Tango.

Mit einem Potpourri aus vielen bekannten Gute-Laune-Melodien brachten die Musiker den Sommer zurück. Ein Trompeten-Solo von Manfred Jahndel und ein Posaunen-Solo von Georg Piehler waren die herausragende Akzente beim am meisten gecoverten Jazz- und Pop-Standard aller Zeiten, "Saints Hallelujah". "It's Raining Men" (am Xylofon Vadim Vasilkov und zum ersten Mal am Schlagzeug Anna Dürr) leitete über zum anspruchsvollen schottischen Volkslied "Blue Bells of Scottland" (Blaue Glockenblume). Nach einer virtuosen Einleitung von Moritz Rothmeier und Paul Schnuch, spielte Lisa Hartinger in der ersten Variation die Klarinette, die zweite interpretierte Alexander Türck mit seiner Trompete, die Zwischenkadenz bildete das Solo von Veronika Meier.

Mit dem fulminanten Florentiner Marsch (Solist Hans Gassner) verabschiedeten die Musiker nicht nur sich selbst, sondern auch das Festjahr in der Gemeinde.
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