Senioren jetzt Teenager

Lokales
Kümmersbruck
19.11.2014
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Es klingt ein wenig widersprüchlich. Denn bei der Jubiläumsfeier wurde klar: Das Seniorennetzwerk ist ein wahrer Jungspund und einer der aktivsten Vereine in Kümmersbruck.

Pfarrer Bernd Schindler zitierte beim ökumenischen Gottesdienst aus der Bibelstelle Johannes: "Aber ich habe doch niemanden." Das habe einer, der Hilfe benötigte, zu Jesus gesagt. Schindler erklärte, dass es viele Gründe gebe, so einen Satz zu sagen. Deshalb sei das Seniorennetzwerk auch im Sinne Jesus. Ähnlich sah das auch der katholische Amtskollege Pfarrer Wolfgang Bauer. Er lobte: "So ein Netzwerk ist sinnvoll. Wir feiern und halten inne, um zusammen neu aufzubrechen. Und wenn man so will: In die nächsten zehn Jahre."

Rund 200 Veranstaltungen

Mit dem ökumenischen Gottesdienst leitete das Seniorennetzwerk Kümmersbruck einen feierlichen, später auch gemütlichen Nachmittag zum zehnjährigen Bestehen ein. Astrid und Manfred Ritz übernahmen mit der Gitarre und dem Piano den musikalischen Part in der Kirche. Anschließend traf man sich im Pfarrsaal, wo Anne-Sophie Saffert (Geige) für die richtigen Töne sorgte. Vorsitzende Carola Dirschka rief die relativ kurze, aber segensreiche Vita des Seniorennetzwerks in Erinnerung.

Es sei, wenn man es genau nimmt, in Kümmersbruck die einzige, gut funktionierende und ausschließlich ehrenamtliche Seniorenhilfe. Rund 200 Veranstaltungen habe es gegeben, die viel zu bieten hatten. Es ging um Informationen, darum, Angebote zu vernetzen und öffentlich bekannt zu machen, seniorenorientierte und generationsübergreifende Zusammenarbeit, Begegnung der Generationen in der Gemeinde und darum, die Lebensqualität älterer Menschen im Hinblick auf die demografische Entwicklung zu fördern.

Vor einer ganzen Reihe von Honoratioren, Freunden, Wegbegleitern und Gönnern blickte Carola Dirschka zurück auf die Anfänge vor gut zehn Jahren. Der erste Weg ging zum damaligen Bürgermeister Richard Gaßner, der ihre Ideen von Anfang an positiv gegenübergestanden sei, und wesentlich am Zustandekommen beteiligt gewesen sei. Die positive Folge: Am 17. November 2004 war die Gründungsversammlung mit seinerzeit 24 Mitglieden, mittlerweile gehören dem Seniorennetzwerk offiziell immerhin 89 Mitglieder an. Von der Gemeinde, von der Kirche und vielen anderen Institutionen habe sie stetes Wohlwollen erfahren, versicherte Dirschka.

Weitere Unterstützung

Viel Blumen gab es für die Protagonisten, für die Vorstandskollegen, aber auch für Carola Dirschka selbst. Bürgermeister Roland Strehl hatte für die Vorsitzende und stellvertretend für die ehrenamtlichen Helfer einen Blumenstrauß in petto. "Die Unterstützung der Gemeinde für das Seniorennetzwerk wird nicht nachlassen", versprach Roland Strehl vor über 100 Augenzeugen. Er erkannte an, "dass aus dem Pflänzchen von damals eine große Pflanze geworden ist". Die Initiatoren hätten damals halt die Zeichen der Zeit und das Erfordernis eines Seniorennetzwerks erkannt.
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