Sie halten nicht hinterm Berg

Lokales
Kümmersbruck
29.01.2015
1
0

Roland Strehl (CSU) versprach, Bürgermeister aller Kümmersbrucker sein zu wollen. Nach neun Monaten im Amt lud ihn deshalb der Seniorenclub der Pfarrei ein, damit er Rede und Antwort steht.

"Jetzt red i" hatte Maria Flierl im Namen der älteren Kümmersbrucker dem Bürgermeister bei seinem Besuch eines Treffens der Seniorenrunde ins Stammbuch geschrieben. Am Ende stand eine beachtliche Liste dessen, wo der Schuh drückt. Hinter dem Berg hielt die Runde jedenfalls nicht.

So sah sich Strehl mit Fragen zu Verkehrsproblemen an der Vilsbrücke und bei der Überquerung der Staatsstraße 2165 in Haselmühl konfrontiert. Die älteren Kümmersbrucker rückten nicht von ihrem Wunsch nach einer öffentlichen Toilette im Ortskernbereich ab und baten um Berücksichtigung ihrer Belange bei einer eventuellen Umgestaltung des Zentrums sowie unterhalb der Kirche.

Natürlich bewegt sie auch der Ausbau der Kreisstraße AS 27 Kümmersbruck-Gärmersdorf, die Generalsanierung samt Erweiterung des Hallenbades, die geplante Umgehungsstraße und Ansiedlung von Einkaufsmärkten in Randbereichen. Konkret wurde Franz Kraus, der die Fußgänger-Ampelschaltung bei der Vilstalbrücke als deutlich zu kurz beschrieb. Familien mit Kindern und ältere Menschen hätten hier durchaus Probleme.

Das braucht Zeit

Er stellte deshalb den Vorschlag in den Raum, dort eine Bedarfsampel zu installieren. Hinsichtlich einer umfassenden Ortskern-Umgestaltung machte Strehl der Runde keine Hoffnungen auf eine allzu schnelle Lösung. Die Kommune wolle schon in den Genuss von Städtebau-Fördermitteln kommen, betonte er. Zur Schaffung von einer Art Dorfplatz seien auch schon einzelne Anwesen erworben worden. Sie müssten aber erst abgerissen werden, um auf ein Gesamtensemble hinzuarbeiten.

Die Eröffnung des generalsanierten Hallenbades stellte Strehl für den Beginn des nächsten Schuljahres in Aussicht. Dann stehe ein Sport- und Multifunktionsbecken zur Verfügung, das für Wassergymnastik nutzbar sei. Mit Einkaufsmärkten sieht der Bürgermeister Kümmersbruck im Grunde gut versorgt. Doch die Senioren wandten ein, dass die Entfernungen dorthin recht weit seien, wenn man in den Siedlungen etwas abseits vom Ortsteil Haselmühl wohne. Bei einer eingeschränkten Mobilität bereite das Probleme.

Überlegungen reifen

Strehl setzt erst einmal auf die Realisierung der umgeplanten Umgehungsstraße, um die Haselmühler Ortsdurchfahrt zu entlasten. Als Projekt für ältere Kümmersbrucker bemühe er sich derzeit um den Aufbau eines ehrenamtlich strukturierten "Senioren-Mosaiks". Hier wolle er gezielt die Zusammenarbeit mit der AOVE suchen. Ebenso denke er an eine Seniorenfachkraft im Rathaus. Ohne Fördermittel werde die aber kaum eingestellt werden können.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.