So klingt Freude am Gesang

Lokales
Kümmersbruck
28.10.2015
20
0

Die Freude am Singen kam beim Konzert des Sängerkreises Nord-Oberpfalz in der Mehrzweckhalle Kümmersbruck voll an - bei Akteuren und Publikum.

Organisiert von der Sängergruppe Amberg unter Schirmherrschaft von Landrat Richard Reisinger, präsentierten Gemeinschafts- und einzelne Ensembles ein abwechslungsreiches, oft begeisterndes Programm.

Etwas mehr Leidenschaft

Grußworte gab es von Adolf Gaßner, dem Vorsitzenden der Sängergruppe Amberg, von Bürgermeister Roland Strehl und Landrat Richard Reisinger. Letzterer zitierte Caruso, wonach zum guten Singen "70 Prozent Gedächtnis, 10 Prozent Talent und 20 Prozent Fleiß" gehörten.

Ein großer, etwa 70-köpfiger Projekt-Männerchor machte den Anfang. Unter dem Dirigat von Jana Müller sang er diszipliniert und ausgewogen drei Lieder. "Come together - Singen wir" überzeugte durch gute Textverständlichkeit, der "vierstimmige Chor" wurde erläutert und "Wiedersehn ist ein schönes Wort" erklang in dezenter Gestaltung. Manchmal hätte dem Vortrag etwas mehr Leidenschaft gut getan.

Einfach klasse

Dann enterten die "chOHRwürmer" aus Weiden die Bühne. Herzerfrischend und einfach toll war es, was die 18 Mädchen zwischen 7 und 15 Jahren da präsentierten. Von ihrer Leiterin Elvira Kuhn am E-Piano geführt, sangen und spielten sie mit Feuer und Begeisterung zuerst "Hit the road, Jack".

"Jetzt ist Sommer" brachte die mit Schwung, Klatschen und Sonnenbrillen vorgetragene Botschaft: "Sommer ist, was in deinem Kopf passiert" - einfach klasse! Mit "Cup Song" und dem "Baila negra cumba" aus Kolumbien setzten sie noch eins drauf. Den Riesen-Beifall hatten sich die Mädchen verdient.

Mit 16 Männern stellte sich der MGV 1921 Max-Reger-Brand vor. Er zeigte unter Bertram Nold, dass auch ein kleinerer Chor einen großen Raum füllen kann. "Intrada a capella" mit der rhythmischen Laut-Akrobatik "Jamdaradam da da" wurde beweglich artikuliert. Das schöne Haydn-Lied "Liebes Mädchen, hör mir zu" erklang liebenswürdig und geschmeidig, die "Donnerstürme" von Schubert standen auf dem Programm und mit dem Hubert-von-Goisern-Lied "Heast as net - Holladiridiho" offerierten die Akteure eine bodenständige Jodelkunde zur Begeisterung des Publikums.

Eine richtige Freude war es, den MGV Liederkranz Kastl zu hören. "Mensch ärgere dich nicht" sang er schwungvoll, mit Witz und Laune, und setzte nach "Tecino e Vino" mit dem bekannten "Auf einem Baum ein Kuckuck saß" mit einer tollen Dynamik und erkennbarer Lust einen tollen Abschluss ihres Auftrittes: Kompliment an die Sänger und ihren Dirigenten Wolfgang Herdegen! Sofort anschließend kam man erneut in den Genuss vorzüglichen Singens. Der gemischte Chor "Cantabile" des MV Parkstein mit 14 Frauen und 6 Männern setzte Zeichen bei "California Dreaming", brachte den Nena-Song "Wunder geschehn" in einem interessanten Arrangement intensiv und homogen über die Rampe und beendete swingend und mit Pep mit "Da do ron ron" ihren überzeugenden Auftritt.

Oberpfälzer Seemänner

Die Vielseitigkeit der Chöre wurde deutlich beim MGV Sangeslust Georgenberg. Kaum zu glauben, dass in der Oberpfalz echte Seemänner zu finden sind! Jedenfalls präsentierten die 14 Sänger unter Leitung von Thomas Haider und unterstützt von Gitarre, Akkordeon und Geige zunächst das Lied "Wo es Mädels gibt, Kameraden" mit Lust und stimmlicher Kraft, wechselten dann in gesunde Sentimentalität mit "Seemann, deine Heimat" und trugen auch das Wolgalied von Lehar mit einem Solisten aus den eigenen Reihen vor.

Eindrucksvolles Ende

Den Abschluss gestaltete der gemischte Chor der Sängergruppe Amberg unter Leitung von Christian Farnbauer, meist vom Piano aus. 25 Männer und 34 Frauen bildeten eine attraktive Kulisse. "Rasti Rozmarin" war der knappe Einstieg, bei dem die Frauenstimmen ihre Vorzüge ausspielten. "Wach auf, meins Herzens Schöne" war nicht so ganz gelungen.

Dafür entschädigte der Chor mit einem einfach schön gesungenem "Weit, weit weg" von Hubert von Goisern. Das war geschickt für einen engagierten Laienchor arrangiert und von Farnbauer souverän geführt. Mit dem eindrucksvoll gesungenen "All through the Night" beendete der Chor das Programm. Bei einem gemeinsamen "Kein schöner Land" band Kreischorleiter Richard Waldmann auch die Zuhörer ein. Schluss- und Dankesworte kamen von Georg Ebenhöch, Vorsitzender des Sängerkreises Nord-Oberpfalz. Sie galten auch den Helfern, die sich um die Verpflegung mit Getränken und Speisen aus dem Martin Schalling-Haus gekümmert hatten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.