Sozialarbeit ja, aber konkret

Lokales
Kümmersbruck
09.07.2015
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Erst mal sehen, was Sache ist: Diese Devise gaben SPD-Fraktionschef Manfred Moser und sein CSU-Kollege Markus Graf im Gemeinderat aus. Ihr Zögern galt einem Vorschlag der Verwaltung zur Co-Finanzierung oder für einen Zuschuss für die offene Jugendarbeit an der Mittelschule.

Zumindest der öffentliche Teil der Sitzung am Dienstag war schnell besprochen. Keine Einwände gab es zum Bebauungsplan Waldhausstraße I wegen des Immissionsschutzes und gegen eine Satzung nach dem Baugesetzbuch für Moos. Einig waren sich die Räte auch bezüglich einer Finanzierungsvereinbarung mit dem Freistaat Bayern, um Planung und Bau zum Hochwasserschutz in Theuern in trockene Tücher zu bringen und dann bald mit den entsprechenden Maßnahmen beginnen zu können.

Schon länger ein Thema

Etwas mehr Raum nahm dann der von der Verwaltung vorgeschlagene Personalkosten-Zuschuss für die offene Jugendarbeit an der Mittelschule ein. Konkret möchte sich diese nach Auskunft von Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer "den Themen offene Jugendarbeit, Streetworker und/oder Schulbegleitung " widmen. Streetworker sind Sozialarbeiter, die sich mit problembelasteten Kindern und Jugendlichen beschäftigen. Und die auch für die offene Jugendarbeit in Kümmersbruck einsetzbar wären. "Das Thema beschäftigt uns schon länger, es hat immer wieder Versuche gegeben, so etwas anzubieten", informierte Roggenhofer.

Wunsch: Ein Zuschuss

Die Mittelschule verhandle seit geraumer Zeit mit Kreisjugendamt, Agentur für Arbeit und möglichen Kooperationspartnern. Bei der Gemeinde habe die Schule angefragt, ob in der Gesamtfinanzierung ein Personalkosten-Zuschuss für offene Jugendarbeit in Frage komme. Man denkt offenbar an einen Streetworker-Einsatz zweimal wöchentlich, nachmittags oder abends. "Andiskutiert wurde ein Personalkosten-Zuschuss von 10 000 bis 13 000 Euro jährlich" sagte Roggenhofer.

"Alles ist da noch schwammig, nichts ist klar", sagte Manfred Moser, der das Projekt trotzdem "tendenziell begrüßt": "Aber da müssen schon noch Details auf den Tisch." CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Graf äußerte sich ähnlich: "Wir tragen das durchaus mit, wenn ein klares Konzept vorliegt." Zunächst jedenfalls ging es nur darum, "eine solche Kooperation mit der Mittelschule, beziehungsweise einem Förderverein sowie einem Träger und weiteren Kooperationspartnern dem Grunde nach einzugehen", bekundete Roggenhofer. Der Gemeinderat war einstimmig der Meinung, dass die Gemeinde dies weiterverfolgen und konkrete Vorschläge und Verhandlungen erarbeiten soll. Danach kommt die Angelegenheit nochmal in den Gemeinderat.
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