Sportler im Rampenlicht

Kümmersbrucks beste Einzelsportler sind zum Großteil noch sehr jung - gute Aussichten also für weitere Erfolge auch in der Zukunft.
Lokales
Kümmersbruck
01.11.2015
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Ehre, wem Ehre gebührt, hieß es für gut eine Hundertschaft von Sportlern und Funktionären aus Kümmersbruck. Obwohl nicht alle da waren, war die Mehrzweckhalle proppenvoll bei der Sportlerehrung der Gemeinde am Freitagabend.

Seit Jahrzehnten ist diese Feierstunde guter Brauch. Kümmersbruck dokumentiert damit, dass die Gemeinde weiß, was sie an ihren Sportlern hat, von denen etliche herausragende Leistungen erzielt haben. Sie würdigt aber auch Funktionäre, die in ihren Vereinen seit vielen Jahren den Betrieb aufrechterhalten - und diesmal so zahlreich wie selten zuvor vertreten waren. Bürgermeister Roland Strehl sprach angesichts des wegen diverser Skandale bei Fifa und DFB in Verruf gekommenen Begriffs Funktionäre lieber von Verantwortlichen.

"Es ist höchste Eisenbahn dafür, wieder mal Dank zu sagen", betonte Strehl, unterstützt von weiteren örtlichen Mandatsträgern. Seine Würdigung war angesichts eines massiven Auftritts von Jubilaren umfassend, aber kurz, ebenso wie die Worte von Landtagsabgeordnetem Harald Schwartz. Dieser erinnerte daran, dass der Freistaat in der Republik den höchsten Anteil an Ehrenamtlichen habe.

Erfolg braucht Zeit

"Noch viele gute Jahre im Ehrenamt und Sport" wünschte er - die werden die meisten der geehrten Aktiven angesichts ihrer Jugend wohl noch haben. Wenn sie bei der Stange bleiben: Bürgermeister Roland Strehl erinnerte daran, dass die Kümmersbrucker Sportler, erfolgreich von der Kreis- bis hin Europameisterschaft, Fleiß, Lust und Zeit aufbringen müssten, um solche Ziele zu erreichen. Talent, Trainingseifer und Siegeswillen brauche der Sportler.

Engagiert für andere

Bei den Mannschaften stelle sich zudem die Frage, ob auch die Kameraden bereit sind, auf Dauer die gleichen Tugenden an den Tag zu legen. Zeit investieren - das ist auch für die Ehrenamtlichen gang und gäbe, oft sogar jahrelang, jahrzehntelang: "Ihr könnt davon ein Lied singen", lobte Strehl die Funktionäre: "Aber ihr investiert diese Zeit und euer Talent eben nicht, um dann im entscheidenden Moment im Rampenlicht zu stehen, sondern um eurem Verein, genauer den Mitgliedern, zu dienen." Betreuer, Eltern, Verantwortliche, Trainer, alle hätten mitgeholfen, dass Bestleistungen möglich wurden. Und die als sportfreudig bekannte Gemeinde tue alles in Sachen Sportstätten, Unterstützung und Zuschüsse, um Sport und Vereine am Laufen zu halten.

Bürgermeister im Marathon

Eine starke Leistung zeigten an diesem Abend schließlich auch Bürgermeister Strehl selbst und seine Vertreterin Birgit Singer-Grimm: Einer ganzen Hundertschaft von Sportlern, Funktionären und Mannschaften die Hand zu schütteln, sie mit Medaillen, Urkunden und Gutscheinen zu dekorieren und dazu für jeden ein paar persönliche Worte zu finden, das ist auch ein Marathon. Der wurde flott absolviert und die Talentschmiede des Medifit sorgte zwischendrin tänzerisch für Abwechslung. Die Eleven hatten lange für diese Darbietungen geprobt - und wurden mit reichlich Applaus belohnt.
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