Streit gehört zur Politik: Fraktionen loben das Miteinander
Zusammenarbeit zählt

Lokales
Kümmersbruck
19.12.2014
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Guter Brauch ist es beim Jahresabschluss des Gemeinderates, dass die Fraktionsvorsitzenden ihre Eindrücke des abgelaufenen Jahres und ihre Wünsche für die Zukunft äußern. Für Markus Graf (CSU) war es eine Premiere, für Manfred Moser (SPD) schon Routine.

Markus Graf wählte bei seinem Erstauftritt die heitere Variante. Vom Stimmenfang an den Haustüren mit Roland Strehl berichtete er - wo man auch schon für Zeugen Jehovas gehalten worden sei. Oder wie man ausgerechnet in der Wohnung der damaligen SPD-Gemeinderätin Christl Meiler gelandet sei und dort die "längste Verweildauer" überhaupt gehabt habe. Graf bestätigte der SPD "korrekte Arbeit, die sie als Opposition ausfüllt, so wie sie es einst als Regierungspartei getan hat". Unterschiedliche Meinungen, Diskussionen, auch mal ein kleiner Streit, - also alles, was in einer zwischenmenschlichen Beziehung vorkomme - gehöre nun mal auch zur Kommunalpolitik. "Wichtig ist, dass es sachlich bleibt und uns, die Gemeinde, vorwärts bringt".

Das ist auch Wunsch der SPD, deren Sprecher Manfred Moser, den "sachbezogenen Wahlkampf" als gute Basis für die Zusammenarbeit sieht. Zu denken gebe ihm die Wahlbeteiligung von 61 Prozent: "Ein Drittel hatte kein Interesse an der Wahl." Bemerkenswert sei, "dass die SPD zwar 51 Prozent erhalten, aber die gestalterische Mehrheit verloren" habe. Gleichwohl sei eine gute Zusammenarbeit mit der CSU wichtig.
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