SV Köfering will's regnen lassen

Lokales
Kümmersbruck
20.06.2015
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"Gut möglich, dass in zehn Jahren Kühe über manche Fußballplätze drüberlaufen": Gemeinderat Josef Vogl ist nicht sicher, ob es langfristig noch vier Fußballvereine in Kümmersbruck geben wird. Einer davon will jetzt trotzdem in seine Zukunft investieren.

Der SV-Club Hubertus Köfering plant die Sanierung seines Sportgeländes mit dem Einbau einer Beregnungsanlage. Ein Angebot vom Dezember vergangenen Jahres beziffert die Kosten für die Sportplatzsanierung auf rund 40 000 Euro. Hinzu kommen noch geschätzte Ausgaben in Höhe von 15 000 Euro für den Austausch des Baufangzaunes und die Versetzung der Banden: Das ist einem Förderantrag des SV vom Mai 2015 zu entnehmen. Ihn hat der Sportverein im Zuge der üblichen und freiwilligen Investitionsförderung der Gemeinde gestellt. Diese gewährt 15 Prozent Finanzhilfe beim Neubau von Vereinsheimen oder energetischen Sanierungen, nicht jedoch für Unterhaltskosten.

Erst die Finanzen klären

Die vorgesehenen Arbeiten am Sportplatz des SV sind noch nicht terminiert. Die Köferinger wollen zuerst einmal klären, wie viel Geld sie über Zuschüsse durch Institutionen wie Gemeinde oder Landessportverband erhalten können, bevor sie mit Sanierung und Ausbau loslegen. Josef Vogl (CSU) befand, "dass der Antrag zu befürworten" sei - obwohl es sich laut Meinung der Verwaltung um einen "Einzelfall außerhalb der bisherigen Förderpraxis handelt". Die 15 Prozent seien angemessen, betonte er im Ausschuss.

Bürgermeister Roland Strehl sah die "geplanten Investitionen der Köferinger an ihrem Sportplatz" ebenfalls als gerechtfertigt an. Josef Flierl (SPD) sprach den Verantwortlichen des SVK "seine Hochachtung für die Arbeit aus, die sie leisten". Auch deshalb müsse das Vorhaben unterstützt werden. Dafür plädierte auch Manfred Moser (SPD): Es handle sich schließlich um eine Sanierung, nicht um eine Unterhaltsmaßnahme. Am Ende einigte sich der Ausschuss einstimmig darauf, einen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent (8259 Euro) zu gewähren - wenn das Projekt spruchreif wird. Im übrigen werde man, so sagte Johann Graf (CSU), einen Stichtag festsetzen müssen, ab dem auch Unterhaltsmaßnahmen für Vereine gefördert werden können.

Fußballkräfte bündeln

Einen ganz anderen Aspekt gab Josef Vogl (CSU) zu bedenken. Er riet dazu, die (Fußball-)Kräfte zu bündeln. Es stelle sich nämlich die fundamentale Frage, ob es in zehn Jahren in Kümmersbruck überhaupt noch vier Fußball-Vereine gibt.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/sport-oberpfalz
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