Volkstrauertag: Gedenken in Kümmersbruck und Theuern
Opfern Namen geben

Lokales
Kümmersbruck
17.11.2015
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Der Männerchor begleitete die Kranzniederlegung zum Volkstrauertag in Kümmersbruck mit Bürgermeister Roland Strehl und dem stellvertretenden Kommandeur des Logistikbataillons 472, Oberstleutnant Pino Möller, am Kriegerdenkmal.

Zur gleichen Zeit trafen sich auch Theuerns Bürger nach dem Gottesdienst zum Gedenken beim Friedhofsgang. Hier gab der Kirchenchor in Theuern den Ton an und 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm formulierte Gedanken zum Sinn des Volkstrauertags. Sie fragte, ob dieser "bloße Routine" sei, eine, angesichts des Abstandes zu den Kriegen des vergangenen Jahrhunderts, "ihren Sinn verlierende Tradition?" Es gehe nicht darum, Anwesenheit zu demonstrieren, stellte sie klar - sondern darum, sich zu erinnern. Und um der Gewalt, die von Menschen ausgegangen sei und die Menschen hätten erleiden müssen, einen Namen zu geben: Jeder von ihnen habe einen Namen gehabt - und dazu "eine ganz eigene Lebensgeschichte, die jäh beendet oder in völlig andere Bahnen geleitet worden ist", sagte Singer-Grimm.

Überlagert wurde das Gedenken diesmal von den Terror-Anschlägen in Paris: Auch diesen ganz aktuellen Opfer wurde gedacht.
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