Wasserrettung hat einen Namen

Ehrung für 30 und mehr Jahre Mitgliedschaft (von links) die Bürgermeister Gerhard Schnabel, Markus Dollacker, Roland Strehl und der WW-Kreisvorsitzende Michael Schmidt sowie (von rechts) BRK-Kreisvorsitzende Gerd Geismann, WW-Vorsitzender Bernhard Fleischmann und der BRK-Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich.
Lokales
Kümmersbruck
29.09.2015
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Womöglich waren es einmal zwei schöne, kleine Schwimmvereine. Doch dann schlossen sich die Wasserwacht Rieden und Kümmersbruck zusammen. Seither sind sie eine feste Größe ihres Metiers.

Mit einem Kommersabend feierte am Freitag die Wasserwacht Vilstal-Kümmersbruck in der Mehrzweckhalle ihr 40-jähringes Bestehen. Der Abend wurde geprägt von einer Rückschau auf vier Jahrzehnte im "Dienst am Nächsten" sowie der Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder.

Ein Riesenkompliment und ein großes Vergelts Gott gebühre der Wasserwacht, so der Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl eingangs. Dieses Engagement für die Allgemeinheit, aber auch die konkrete Hilfe für jeden Einzelnen, der in eine Notsituation geraten sei, könne nicht hoch genug geschätzt werden. Die Wasserwacht biete darüber hinaus für alle Alters- und Gewichtsklassen die Möglichkeit, Schwimmsport zu betreiben, das Schwimmen zu erlernen oder die eigene Technik zu verfeinern. Der "Dienst am Nächsten", so Strehl, werde nicht nur in den Bädern in Kümmersbruck und Rieden, sondern auch an der Wachstation in Trausnitz, bei Unglücksfällen an Gewässern oder bei Verkehrsunfällen geleistet.

Die Wasserwacht sei auch die maßgebliche Gruppe, die in den zurückliegenden Jahrzehnten "das Kümmersbrucker Hallenbad mit Leben erfüllt hat". Deshalb sei nichts nähergelegen, als sie und ihr Know-how in die Planungen für das neue, zeitgemäße Bad mit einzubeziehen. Die meisten Vorschläge hätten auch verwirklicht werden können.

Drei Gemeinden erfasst

Gerhard Schnabel, stellvertretender Bürgermeister von Rieden, betonte, dass die 1970 dort gegründete Wasserwacht die Zeichen der Zeit erkannt und 2003 mit Kümmersbruck fusioniert habe. Freie Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten sei beschränkt, daher sei allen zu danken, die sich für einen Dienst am Nächsten engagieren. Ensdorfs Bürgermeister Markus Dollacker gratulierte zum 40. Geburtstag und dankte "für die unzähligen geleisteten Stunden". Er war sich sicher, dass dieses Engagement auch in den nächsten Jahren nicht nachlasse. Der stellvertretende Vorsitzende der Wasserwacht Bayern, Oliver Mignon, gestand ein, dass er die Kümmersbrucker Wasserwacht ursprünglich "für einen einfachen Schwimmverein" gehalten habe.

Tief verankert

Ein wichtiger Schritt sei die Fusion mit Rieden gewesen. Denn nun stünden für die Ausbildung ein Frei- sowie ein Hallenbad zur Verfügung, außerdem das ideale Übungsgelände in Trausnitz. Der BRK-Kreisvorsitzende Gerd Geismann meinte, dass das Ehrenamt Vorbilder wie Christine und Bernhard Fleischmann brauche, von denen nachhaltige Impulse ausgingen. Im Kreisverband sei man sich bewusst, welch engagiertes Helfer-Team man mit der Wasserwacht Vilstal-Kümmersbruck habe. Hier habe das Ehrenamt Bodenhaftung, hier werde Menschlichkeit, der Grundsatz des BRK, aktiv gelebt.
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