Wo Heimat toll oder doof ist

Lokales
Kümmersbruck
09.06.2015
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Ausgestattet mit Fragebögen und Kameras haben Viertklässler die Umgebung ihrer Schule unter die Lupe genommen: Sie warfen dabei einen Blick auf die "tollen" und die "doofen" Orte in Kümmersbruck.

Zwei vierte Klassen der Grundschule haben an einem Projekt der kommunalen Jugendarbeit Amberg-Sulzbach teilgenommen: Es setzt sich mit dem Lebensfeld von Kindern auseinander und zeigt Entwicklungspotenziale im gemeindlichen Umfeld auf.

Unter der Leitung von Cornelia Aschenbach und drei weiteren Ehrenamtlichen der kommunalen Jugendarbeit durften die Schüler in die Rolle von Forschern schlüpfen und ihre Heimatgemeinde erkunden. Dabei testeten sie auch Spielplätze und betrachteten Details der Umwelt mit einer Becherlupe. Eine weitere Schülergruppe machte zusammen mit zwei Beamten der Polizeiinspektion Amberg eine Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessungen. Die Viertklässler durften Raser anschließend aufhalten und zu ihrem Fehlverhalten befragen. Letztlich hatte zwar jeder Autofahrer eine gute Ausrede parat, dennoch zeigten die Kinder nur wenig Verständnis und ermahnten die Temposünder.

Am zweiten Projekttag wurde die Forschungs- zur Zukunftswerkstatt: Hier konnten die Schüler ihre Wünsche, Ideen und Vorstellungen von ihrer "Heimatgemeinde mit Wohlfühlfaktor" präsentieren. Die Anregungen zum Thema "Wenn ich Bürgermeister wäre, würde ich..." brachten konstruktive Aussagen hervor. Die Kinder hatten das Gefühl, mit ihrer Arbeit und ihrer Meinung ernst genommen zu werden.

Für die Übergabe ihrer Ergebnisse an Bürgermeister Strehl bastelten sie deshalb ihren Traum-Spielplatz aus Knetmasse, gestalteten einen Ortsplan mit Rodelbahn und hielten die Ergebnisse der "tollen" und "doofen" Orte auch auf Bildern fest. Die Viertklässler beschäftigten sich während der beiden Projekttage ganz bewusst und intensiv mit ihrer Heimat. So entstand ein regionaler Bezug und die Heimatverbundenheit wurde gestärkt. Als Experten geben die Kinder mit ihren Ideen Anstöße für die kommunalen Gremien und bewerten die Kinderfreundlichkeit, die schon längst zu einem Standortfaktor einer Gemeinde zählt.

Mitte Juli soll dazu ein Gespräch mit Bürgermeister Strehl stattfinden, zu dem auch die Jugendbeauftragten eingeladen sind.
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