650 Jahre Köfering Thema Im Hauptausschuss
Finanzhilfe fürs Jubiläum

Politik
Kümmersbruck
21.07.2016
35
0


Ausstellung über die FranzosenäckerIm kommenden Jahr ist eine Ausstellung zum Kriegsgefangenenlager Amberg/Gärmersdorf, auf den sogenannten Franzosenäckern, geplant. Dieses Kriegsgefangenenlager mit vornehmlich französischen Soldaten und Zivilisten lag damals, vor mehr als 100 Jahren, auf dem Gebiet der Gemeinde Gärmersdorf, jetzt der Stadt Amberg. Als Veranstalter treten deshalb das Museum Theuern, das Stadtarchiv Amberg und die Gemeinde Kümmersbruck gemeinsam auf. Die Ausstellung soll voraussichtlich von April bis Juli 2017 im Museum in Theuern zu sehen sein. Einzelheiten sind noch in Planung. Die Kosten für diese Veranstaltung werden auf rund 10 000 bis 15 000 Euro geschätzt, wie Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer sagte. Kümmersbruck sei nun um eine Kostenbeteiligung in Höhe von 5000 Euro gebeten worden. Der Ausschuss hatte dagegen nichts einzuwenden. (e)

Das Festwochenende 650 Jahre Köfering ist vorüber. Eine tolle Sache: Darin waren sich alle im Kümmersbrucker Hauptausschuss einig. Aber natürlich hat so ein Jubiläum seinen Preis. Um den ging es in der Sitzung.

Lob für den Heimatverein


Bürgermeister Roland Strehl nutzte die Gelegenheit, um den Einsatz des verantwortlichen Heimat- und Kulturvereins (HKV) Köfering zu würdigen. Dieser hatte sich bereiterklärt, die gesamte Organisation zu übernehmen. In seinem jetzt eingereichten Antrag beziffert er die Ausgaben für das Fest mit 29 284 Euro. Der Verein beantragte dazu einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent oder 5856,81 Euro. Aufgeführt waren die Kosten für Blaskapelle, Bands, Mittelaltermarkt, Sicherheit/Ordnungsdienst, Toilettenwagen und Bauzäune.

Nicht alles zuschussfähig


SPD-Sprecher Manfred Moser hatte dabei Posten festgestellt, die die Gemeinde nicht bezuschussen könne: Dabei gehe es um Ausgaben, durch die auch Einnahmen erzielt worden seien - zum Beispiel der Verkauf von Essen und Getränken. Im Sinne der Gleichbehandlung aller Vereinen könne man dafür keine Finanzhilfe gewähren. Alle anderen Ausgaben könnte man aber sogar mit 100 Prozent bezuschussen.

Man habe nachgerechnet und sei auf zuschussfähige Ausgaben von knapp 5000 Euro gekommen, bilanzierte Moser. Das wiederum sei gar nicht so weit weg von den 5856,81 Euro, die der Verein angeführt hatte. Das Gremium sah diesen Einwand als berechtigt an. Es einigte sich schließlich auf einen Zuschuss von 5500 Euro: Damit konnten alle leben.

Aus dem Ausschuss

TSV Theuern

Viel Schweiß haben die Mitglieder des TSV Theuern für zwei neue Auswechselhäuschen am Hauptspielfeld vergossen: "Für Pickeln und Schaufeln, Betonieren, Streichen, Zimmern und Pflastern wurden viele unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet", sagte 3. Vorsitzender Christian Schrott.

Im Spätsommer 2015 wurde damit begonnen. Der Bauhof wurde, anders als ursprünglich gedacht, nicht benötigt. Spenden haben geholfen: Die Theuerner haben alles selbst erledigt und knapp 900 Euro für die Häuschen ausgegeben. Jetzt bat der Verein um eine Unterstützung in Höhe von 15 Prozent. Die bekommt er: 177,65 Euro Zuschuss der Gemeinde.

RSG Amberg-Köfering

Zu einem Zuschussantrag der Reitsportgemeinschaft Amberg-Köfering in der Waldhausstraße in Köfering ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Dafür werden noch mehrere Gespräche vonnöten sein.

Es geht nach einer "groben Kostenermittlung" um rund 75 000 Euro - wenn "letztlich alles passt" sagte Bürgermeister Roland Strehl. Der Ausschuss könnte sich eine gemeindliche Beteiligung von 15 Prozent vorstellen - aber eben "erst, wenn alles passt". Doch das ist bislang nicht der Fall: Erhebliche Sicherheitsmängel bestehen am Hallendach, teilweise auch durch Sturm verursacht.

Die Versicherung kommt dafür nicht auf, weil die Probleme nicht ausschließlich durch Sturm entstanden sind. Stellungnahmen von verschiedenen Firmen liegen vor. Diese haben erhebliche Sicherheitsmängel an den tragenden Dachbindern festgestellt. Das Mitwirken eines Statikers ist unbedingt erforderlich. Von einem "erheblichen Sicherheitsrisiko" ist die Rede. Die "grobe Kostenermittlung" der Firmen beläuft sich auf brutto 75 000 Euro, die der Reitsportverein allein nicht schultern kann. (e)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.