Abwasser-Zweckverband auf Besichtigung
Die Schnecken der Kläranlage

Die drei gut zwölf Meter hohen Schnecken können bei Volllast in der Sekunde etwa 1200 Liter Schmutzwasser aus dem Sammelbecken in den Reinigungsprozeß befördern. Bild: gf
Politik
Kümmersbruck
27.10.2016
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Seit 25 Jahren wird das Abwasser aus Amberg, Kümmersbruck und Freudenberg in der Kläranlage in Theuern gereinigt und dann in die Vils geleitet. Die Ablaufwerte liegen deutlich unter den Vorgaben. Auch finanziell gibt es nichts zu beanstanden: Das zeigte die jüngste Sitzung des Abwasser-Zweckverbands.

Theuern. Kurz war die Tagesordnung dieser Sitzung am Montag. Ambergs Kämmerer Franz Mertel informierte den Verband, dass die Regierung der Oberpfalz an der vom Zweckverband (ZAB) verabschiedeten Haushaltssatzung für das Wirtschaftsjahr 2016 nichts zu beanstanden hatte.

Neue Internet-Seite


ZAB-Geschäftsführer Norbert Füger stellte die neue Internetseite des Verbands (www.zab-amberg.de) vor, mit der sich dieser selbst und auch die Kläranlage umfangreich darstellt. Reine Formsache war eine Ergänzung zum bereits gefassten Beschluss über den Beitritt des ZAB zum Zweckverband thermische Klärschlammverwertung Schwandorf.

Vor der Sitzung informierte Stefan Trettenbach, der technische Leiter der Kläranlage, über Ertüchtigungsmaßnahmen im Einlaufbereich. Hier sammelt sich das ankommende Schmutzwasser und wird über drei gut zwölf Meter lange Schnecken in den Reinigungsprozess befördert. Dabei werden, soweit alle drei Schnecken auf Volllast laufen, 1200 Liter Abwasser pro Sekunde über 7,5 Höhenmeter transportiert.

Neuer Antrieb kommt


In der neuen Abluftfilteranlage reinigen etwa 100 Kubikmeter Rindenmulch die schadstoffbehaftete Luft aus dem Rechengebäude. Im zweiten Bauabschnitt werden die Rechenanlage und der Sandfang-Ertüchtiger erneuert. Beim Sandfang-Räumer wird laut Trettenbach der Antrieb auf Zahnradtechnik umgestellt: Diese sei weniger störanfällig und damit zuverlässiger.

Der technische Leiter wies auch auf den Niederspannungs-Hauptverteiler hin, über den die gesamte Stromversorgung der Kläranlage geregelt wird. Drei Blockheizkraftwerke, in denen Faulgas verbrannt wird, decken den Strombedarf der Anlage zu 75 Prozent. Knapp 980 000 kWh müssen hinzugekauft werden. In den ersten Bauabschnitt rund um das Einlaufbauwerk wurden gut 1,5 Millionen Euro investiert, für den zweiten sind etwa 1,2 Millionen Euro in den Zweckverbandshaushalt eingestellt.
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