Anbindung an die Franzosenäcker
Die Grundstücke fehlen noch

Die Anbindung Kümmersbrucks (im Hintergrund links) an den Amberger Stadtteil Bergsteig (im Hintergrund rechts) über die Bahnlinie ist schon länger im Gespräch. Und sie wird auch noch etwas länger auf sich warten lassen. Bild: e
Politik
Kümmersbruck
04.06.2016
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Das wird nicht ganz einfach. Kümmersbruck hat für seine Anbindung an die Amberger Franzosenäcker schon grünes Licht gegeben. Amberg lässt da noch auf sich warten. Und ein paar Einkäufe sind auch noch notwendig. Es geht um Grundstücke.

Kümmrsbruck. (e) Das Thema kam bei der Bürgerversammlung in zur Sprache - durch eine Anfrage von Petra und Markus Graf aus Gärmersdorf. Die beiden kritisierten, dass ihre Kinder auf der AS 27 zwischen Kümmersbruck und Gärmersdorf nicht mit dem Fahrrad fahren können - weil hier viel Verkehr fließe und kein sicherer Radweg vorhanden sei. Dass der geplant ist, wissen die Eltern. Sie fragten nach, wann mit dem Bau und der Fertigstellung zu rechnen sei. Zugleich erkundigten sie sich danach, wie es um die ebenfalls vorgesehene Anbindung der Franzosenäcker über die AS 27 zwischen Kümmersbruck und Gärmersdorf aussieht.

Amberg fehlt noch


Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer nahm dazu ausführlich Stellung. Grundsätzlich sei der Ausbau der AS 27 (zweiter Bauabschnitt) eine Gemeinschaftsaufgabe des Landkreises, der Gemeinde Kümmersbruck und der Stadt Amberg. Von beiden Ersteren lägen die erforderlichen Beschlüsse zur Planungsvereinbarung vor, "von Amberg allerdings noch nicht". Die Stadt sei bei der letzten Besprechung gebeten worden, die Gremiums-Entscheidungen nun zügig herbeizuführen. Laut Roggenhofer geht es um die Weiterführung über die Bahnlinie in den Amberger Bergsteig hinein.

"Insgesamt", so sagte der Kümmersbrucker Verwaltungschef, "ist jedoch für die Umsetzung der Anbindung an die Franzosenäcker, aber auch für die Geh- und Radweganbindung, beziehungsweise Anpassung der künftigen Gemeindeverbindungsstraße nach Gärmersdorf, der Grunderwerb von über zehn Eigentümern erforderlich." Bisher habe es keine Möglichkeit gegeben, auf der Trasse Flächen zu kaufen - "aus verschiedenen Gründen". Die Eigentümer seien dazu nicht bereit, oder ihre Preisvorstellungen seien nicht zu realisieren und es fehlten benötigte Tauschflächen. Auch die Deutsche Bahn "ist bei den Grundstückverhandlungen nicht vorangekommen", informierte Roggenhofer: "Von daher kann zum jetzigen Zeitpunkt keine zeitliche Prognose abgegeben werden, wann der Bauabschnitt Zwei dieser Maßnahme kommt."

"Hier müssen noch dicke Bretter gebohrt werden"Der erste Bauabschnitt zur Anbindung der Gemeinde an die Amberger Franzosenäcker liegt in Kümmersbruck. Und ist erledigt. Das war nach Auskunft von Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer nur möglich, weil sich die Gemeinde intensiv beim Grunderwerb eingebracht habe: Der Landkreis selbst könne in der Regel keine Tauschgrundstücke stellen. So habe Kümmersbruck beispielsweise ein über 4000 Quadratmeter großes Grundstück erworben und Tauschflächen eingebracht.

Wie es nun weiter geht, konnten Bürgermeister Roland Strehl und Wolfgang Roggenhofer nicht definitiv sagen. Wenn man beim Grunderwerb nicht weiter komme, brauche man wohl ein Planfeststellungsverfahren. Notwendig wären sicher auch steuerliche Erleichterungen für die Landwirte beim Verkauf von Flächen an die öffentliche Hand. Wegen der hohen Steuern gebe es meist kein großes Interesse, Grundstücke zu verkaufen. Hier bleibe abzuwarten, was über Politik, Bundesfinanzministerium und über die Länderebene zu bewegen sei - "weil wir sonst kaum mehr an Flächen rankommen", sagte Strehl. Das gelte inzwischen für alle (Straßen-)Baumaßnahmen: "Hier müssen noch dicke Bretter gebohrt werden." (e)
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