Antrag der Kümmersbrucker SPD
Erdverkabelung in Warteschleife

Politik
Kümmersbruck
14.10.2016
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Die SPD-Fraktion hat bei der Gemeinde einen Antrag auf eine mögliche Erdverkabelung der 110-Kilovolt-Leitung Haselmühl - Kümmersbruck - Lengenfeld gestellt. Worum geht es genau?

Der Antrag befasste sich auch mit einer in diesem Zusammenhang möglichen neuen Trasse und einer Erdverkabelung und einem entsprechenden Sachstandbericht.

Die bestehende Leitung 021 Schwandorf - Amberg stammt aus dem Jahr 1928, eine Instandsetzung erfolgte 2009. Alternative genehmigungsfähige Trassen benötigen nach Auskunft des Bayernwerkes folgende Maße: 46 Meter Breite bei einer Freileitung, 10 Meter Breite bei Kabel. Die derzeitige 110-KV-Doppelleitung mit zwei Stromkreisen hat laut Bayernwerk ein relativ geringes Übertragungsvermögen. Es seien Verbesserungen zur Anpassung an neue Normen und Einspeisesituationen erforderlich.

Die bestehende Leitungsverbindung sei bereits jetzt bei Ausfällen anderer Verbindungen überlastet. Zusammenfassend sagt das Bayernwerk, ein Ersatzneubau der Leitung sei im Zeitraum bis 2021 möglich, wenn die bereits bestehende Leitung weiter so genutzt wird. Ob eine Erdverkabelung möglich ist, das muss von der Bayernwerk AG erst noch abschließend geprüft werden.

Andere Trasse suchen


"Die bestehende 110-KV-Leitung soll aus der überbauten Fläche raus", betonte SPD-Sprecher Manfred Moser. Es dürfe keinen Ersatzneubau der gleichen Trasse geben, die Gemeinde solle sich mit dem Bayernwerk eine andere Trasse suchen als Alternative zu einer Hochspannungsleitung oder eines Erdkabels.

Bürgermeister Roland Strehl berichtete über die Verhandlungen: "Wir haben seit September/Oktober 2015 versucht, mit der Bayernwerk AG ins Gespräch zu kommen." Am 7. April dieses Jahres habe ein erneutes Gespräch stattgefunden, ohne weiteres Ergebnis. "Da ist noch ein ganz dickes Brett zu bohren", umschrieb es Roland Strehl, falls es überhaupt mal soweit kommen sollte.

Amtsleiter Wolfgang Roggenhofer hatte zu dem SPD-Antrag Stellung genommen. Seinen Einlassungen folgend seien die Aussagen im Hinblick auf die 110-KV-Leitung immer wieder in die Richtung gemacht worden, dass "im Ergebnis" keine Verkabelung technisch realisierbar und auch nicht wirtschaftlich vertretbar sei, insbesondre bei Kosten und Störanfälligkeiten.

Derzeit sei der Verfahrensstand wie folgt: Nutzung der bestehenden Trasse bis 2021, ein Ersatzneubau auf der bestehenden Trasse.
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