Anwohner der Kurt-Schumacher-Straße klagen über die Benutzung des Nebeneingangs von ...
Zoff um Hintereingang zur Arche Noah

In der Kurt Schumacher Straße: rechts der Krippeneingang, den Anwohner nicht benutzt haben wollen - obwohl das ausdrücklich erlaubt ist. Bild: e
Politik
Kümmersbruck
08.10.2016
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Es kann der Frömmste nicht seine Kinder holen, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. So ließe sich eine geradezu absurde Diskussion im Gemeinderat über "böse und offenbar kinderfeindliche Nachbarn" beschreiben.

Kindergartenleiterin Klaudia Meindl saß im Zuhörerraum. Die Einrichtung hat einen Haupteingang an der Schulstraße, einen zweiten an der Rückseite in der Kurt-Schumacher-Straße. Nicht viele Flecken in Kümmersbrucker werden wohl ruhiger sein, den einzigen Verkehrslärm, den machen sich die paar Anwohner meist selber.

Hin und wieder, benutzen Mütter den Hintereingang zum Kindergarten oder zur Krippe, aktuell eine hochschwangere Mutter und eine behinderte Frau. Die wurden, so brachte Renate Amrhein vor, von Anwohnern bedrängt, gefälligst den Vordereingang zu benutzen. Sie wurden daraufhin angesprochen, den Eingang in Zukunft nicht mehr zu betreten. Was im Winter aber vermehrt so sein wird, wenn der Krippenzugang über den Garten nicht mehr zu benutzen ist.

Daraufhin sollten den namentlich bekannten Anwohnern im Grunde die Ohren geschmerzt haben. Denn es wurde nachdrücklich deutlich gemacht, dass dieser Nebeneingang selbstverständlich von allen erreicht werden kann. Nicht nur fußläufig, sondern auch per Auto. Wer will, geht da hinten rein, wurde die Richtung vorgegeben. Alt-Bürgermeister Richard Gaßner sah in dem Verhalten eine "Unverschämtheit" der betreffenden Anwohner, die sich schon beim Umbau nicht kinderfreundliche gegeben hätten. "Es zeigt, welchen Stellenwert Kinder für die Menschen bedeuten", sagte Gaßner. Josef Flierl machte klar: "Es ist gutes Recht der Eltern. Egal, ob sie zu Fuß oder mit dem Auto kommen, das hat ihnen niemand zu verbieten." Hans Graf sprach die Situation an: "Da kann ich mich den ganzen Tag hinstellen und niemand kann was sagen", setzte er sich für den Hintereingang ein. Markus Graf bezeichnete es als "erschreckend, dass man sich in dem Gremium über so was unterhalten muss". Als "unsäglichen Vorgang" bezeichnete Veronika Frenzel den Vorfall.

Der Eingang Kurt-Schumacher- Straße ist nutzbar,sowohl mit Pkw als auch als Parkraum, zu Fuß ist frei für den öffentlichen Verkehr und keine Insel der Ruhe für Anlieger. Für die, daran hat Richard Gaßner erinnert, habe man schon mal viel Geld in die Hand genommen, um Parkplätze an der Schulstraße zu schaffen.
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