Bauherren sind enttäuscht
Kein Flachdach erlaubt

Politik
Kümmersbruck
19.02.2016
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Nicht die gewünschte Antwort im Bauausschuss bekam ein Paar, dessen Voranfrage der Errichtung eines Einfamilienhauses in der Rektor-Schmidt-Straße galt: Die beiden möchten unbedingt ein Flachdach haben, das der Bebauungsplan hier aber nicht gestattet.

Diese Dachform habe der Gemeinderat hier bewusst nicht gewollt, betonte Bürgermeister Roland Strehl, der keine Möglichkeit sah, eine Ausnahme zu machen. Für ihn sei das auch eine Frage von Vertrauen und Verlässlichkeit. Würde man eine Abweichung von den Vorgaben zulassen, könnte ein Nachbar, der sich daran gehalten habe, zu Recht sagen, "wenn ich das gewusst hätte, hätte ich auch anders gebaut".

SPD-Rat Herbert Breitkopf konkretisierte: Erst vor zwei Monaten habe man den gleichlautenden Antrag eines anderen Bauherrn abgelehnt. Dieser habe daraufhin sein Grundstück verkauft, weil er dort kein Haus mit Flachdach errichten darf. Würde man ein solches nun auf einmal doch erlauben, würde man sich damit unglaubwürdig machen.

Eine Enttäuschung für die aktuelle Bauherrin, der als Zuhörerin der Sitzung das Wort erteilt wurde: Sie und ihr Mann seien Kümmersbrucker und wollten auch in ihrer Gemeinde bleiben - aber eben nur, wenn sie so bauen dürfen, wie sie es wollen: mit Flachdach. "Sonst bleiben wir nicht hier." Bauamtsleiter Werner Bauriedl zeigte sich überrascht, dass der Architekt das Paar nicht auf die erlaubten Dachformen hingewiesen habe.

Bürgermeister Strehl empfahl den beiden, sich ihr Haus mal mit Pultdach planen zu lassen - diese Variante, auch mit geringer Neigung, sei Am Bachweg erlaubt.
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