CSU Kümmerbruck feiert Gründung vor 70 Jahren
Erfolg braucht langen Atem

"Jede Zeit hat ihre Herausforderungen und Probleme": Staatssekretär und Bezirksvorsitzender Albert Füracker als Festredner bei der Kümmersbrucker CSU, die vor 70 Jahren als Ortsverband gegründet wurde. Bilder: hbe (2)
Politik
Kümmersbruck
04.11.2016
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Otto Bundscherer (sitzend, rechts) fehlt bei 60 Jahren CSU-Mitgliedschaft nur wenig zum Gründungsjahr des Kümmersbrucker Ortsverbands 1946. Ihm und den weiteren Geehrten gratulierte viel Parteiprominenz.

Sie waren nur rund ein Jahr später dran: Am 12. September 1945 wurde die Christlich Soziale Union, CSU, im Münchner Rathaus aus der Taufe gehoben. Seit 13. Oktober 1946 gibt es sie auch als Ortsverband Kümmersbruck.

70 Jahre ist das her, deshalb wurde am Sonntag gefeiert. In einem Gottesdienst am Vormittag gedachte die Partei in der Kümmersbrucker Kirche ihrer verstorbenen Mitglieder, und am Abend folgte eine Festveranstaltung im Schloßwirt in Theuern. Vorsitzender Stefan Roggenhofer skizzierte die Entstehungsgeschichte des heutigen Ortsverbands. Denn im Gründungsjahr 1946 bestand das heutige Kümmersbruck noch aus den drei selbstständigen Gemeinden Köfering (mit dem Ortsteil Haselmühl), Gärmersdorf (mit dem Ortsteil Kümmersbruck) und Theuern.

Doch die Kümmersbrucker waren im Oktober 1946 die Ersten, die einen christsozialen Ortsverband aus der Taufe hoben, im Dezember 1946 folgten Haselmühl und 1966 Theuern. Zu einer nicht mehr übergehbaren politischen Kraft mit 120 Mitgliedern wurde die Partei nach dem freiwilligen Zusammenschluss dieser drei Ortsverbände zur heutigen CSU Kümmersbruck. "Derzeit haben wird rund 165 Mitglieder quer durch die Generationen. 70 Jahre sind nach aktueller Definition auch mehrere Generationsspannen, die damit die Kontinuität und Beständigkeit der christlich-sozialen Werte hier vor Ort anschaulich dokumentieren", hob Roggenhofer nicht ohne Stolz hervor.

Nicht immer so stark


Als Festredner stellte Staatssekretär und Bezirksvorsitzender Albert Füracker einen direkten Bezug zwischen dem 70-jährigen Bestehen der CSU Kümmersbruck und einem Menschenleben her: "Mit 70 Jahren ist man schon ein erfahrener Mensch und hat alle Aufs und Abs erlebt, die es so gibt. Auch in Kümmersbruck ist es nicht immer so gewesen, dass die CSU ausschließlich tonangebend war und maßgeblich bestimmt hat, was hier läuft."

Doch momentan erlebe die Partei mit der Wahl von Roland Strehl eine sehr gute Phase. "Jede Zeit hat ihre Herausforderungen und Probleme, die sie prägen und die es zu lösen gilt", so der Staatssekretär. Doch Füracker ist sich sicher: "Es lohnt sich, für die Heimat zu streiten."

Roland Strehl beleuchtete nach weiteren Grußworten von exponierten CSU-Mandatsträgern insbesondere die letzten zweieinhalb Jahre, in denen er als Bürgermeister gewirkt hatte. Der Erfolg bei der letzten Kommunalwahl mit dem Erringen des Bürgermeisteramtes sei nur möglich gewesen, weil der Ortsverband zusammengehalten und an einem Strang gezogen habe. "Wir haben in dieser Zeit bereits Vieles auf den Weg gebracht", resümierte Strehl. Ziel der CSU-Fraktion sei es, den Bürgern ein attraktives Leben und Arbeiten in Kümmersbruck zu ermöglichen.

Auch gesanglich stark


Dass die Partei nicht nur auf politische Talente zurückgreifen und bauen kann, sondern auch auf musikalische, zeigte die Gestaltung der Jubiläumsfeier. Übernommen hatte sie das Männer-Gesangsensemble PicChorolo, dem auch Strehl angehört, unter der Leitung von Franz Hanauska. Nicht ganz ernstgemeint und etwas selbstironisch stimmte die Gruppe das Stück "Männer mag man eben" an und setzte gleich nach: "Frauen sind anders, so wunderbar anders". Dafür gab es einen Riesenapplaus.

Die GeehrtenGratulanten stehen Schlage

Kümmersbruck. (hbe) An Gratulanten herrschte kein Mangel, als der CSU-Ortsverband und dessen Vorsitzender Wolfgang Roggenhofer zu einer Mitgliederehrung schritten. Glückwünsche entboten Staatssekretär Albert Füracker, die beiden Bundestagsabgeordneten Barbara Lanzinger und Alois Karl, Bezirksrat Martin Preuß, Landrat Richard Reisinger und Bürgermeister Roland Strehl. Geehrt wurden:

10 Jahre: Hubert Harrer und Thomas Meier. 15 Jahre: Monika Paintner, Thomas Pronath, Andreas Reindl, Christian Riedl, Gunther Schiller, Renate Unglaub und Markus Zierhut. 25 Jahre: Ludwig Koll und Beate Sailer. 35 Jahre: Anton Gruber und Karl Schart. 40 Jahre: Heinz-Wolfgang Demelt, Richard Donhauser, Philipp Fischer, Werner Schwendner und Andreas Strobel. 45 Jahre: Johann Hammer, Hermann Leitl und Josef Rubenbauer. 50 Jahre: Alois Schwanzl und Johann Zinnbauer. 55 Jahre: Richard Deichl. 60 Jahre: Otto Bundscherer,


Es lohnt sich, für die Heimat zu streiten.Albert Füracker (CSU), Staatssekretär


Wir haben in dieser Zeit bereits Vieles auf den Weg gebracht.Bürgermeister Roland Strehl (CSU) über seine bisherige Amtszeit
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